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Frisches Blut für das Kinder-Musiktheater

Pfütze und Stadttheater Fürth rufen „Die jungeMet“ ins Leben - 23.05. 17:35 Uhr

Nürnberg  - „Was macht Ihr denn da gerade in Nürnberg?“ lautet eine Frage, die Jürgen Decke vom Theater Pfütze auf Bühnentreffen des Öfteren zu hören bekommt. Die Pläne, mit einem ganz neuen Kooperations-Ansatz dem Musiktheater für Kinder und Jugendlichen frische Impulse zu geben, stoßen schon vor der ersten Premiere auf großes Interesse.


Es geht aufwärts: Seit Jahren kooperiert das Theater Pfütze mit dem Fürther Stadttehater (wie hier beim „Hamlet“), nun wird dies noch verstärkt.
Es geht aufwärts: Seit Jahren kooperiert das Theater Pfütze mit dem Fürther Stadttehater (wie hier beim „Hamlet“), nun wird dies noch verstärkt.
Foto: Thomas Scherer
Es geht aufwärts: Seit Jahren kooperiert das Theater Pfütze mit dem Fürther Stadttehater (wie hier beim „Hamlet“), nun wird dies noch verstärkt.
Es geht aufwärts: Seit Jahren kooperiert das Theater Pfütze mit dem Fürther Stadttehater (wie hier beim „Hamlet“), nun wird dies noch verstärkt.
Foto: Thomas Scherer

„Die jungeMet“ nennt sich das Projekt – in voller Länge steht das für „Zeitgenössisches Musiktheater für junge Menschen in der Metropolregion“.

Die Anspielung auf die „Met“ in New York sei natürlich kein prahlerischer Vergleich, meinte Martin Zels gestern bei der Vorstellung der neuen Institution, die Pfütze zusammen mit dem Stadttheater Fürth aus der Taufe gehoben hat. Sinn und Zweck des Ganzen sei es, mit der Theatersprache der freien Bühnen eine neue Farbe in die Musiktheaterszene einzubringen. „Wir haben diese Stoffe, Strukturen und Arbeitswege schon seit 25 Jahren entwickelt, genauso wie kreative und neue Erzählweisen“, so Zels.

Bei der Partnersuche konnte man sich auf das Stadttheater verlassen, dass mit Pfütze schon seit 15 Jahren im Schauspielbereich kooperiert. „Ein außergewöhnliches Modell“, spendete gestern auch Stadttheater-Chef Werner Müller Lob, „wie hier zwei Bühnen aus ganz verschiedenen Ecken der Theaterlandschaft zusammenarbeiten“.

Für das ehrgeizige Musiktheater-Vorhaben war natürlich auch finanzielle Unterstützung erforderlich. Diese kommt von der Emanuel Stiftung, deren Aufsichtsratsvorsitzende Dagmar Wöhrl ist.

„Anfangs war ich eher skeptisch“, bekannte die Politikerin, da ihre 2005 gegründete Stiftung in erster Linie dazu da sei, Kindern in Not zu helfen.

„Doch dann habe ich gemerkt: Es geht nicht einfach um Musiktheater, sondern auch darum, sozial schwache Kinder mit ihren Familien ins Theater zu holen.“ Ermöglicht werde dies durch einen eigenen Fonds mit dem Namen „Emanuel-Taler“. Ein weiterer Baustein des „jungeMet“-Projekts ist die Begleitung der Theaterproduktionen durch eine intensive Theaterpädagogik, die gerade auch Schülern von Brennpunktschulen zugute kommen soll.

Drei Stücke sind schon in Vorbereitung: „Ente, Tod und Tulpe“ nach einem Bilderbuch von Wolf Erlbruch (Premiere im September 2011 bei Pfütze), „Der beste Koch der Welt“ von Paul Maar (Dezember 2011) und die Kammeroper „Der starke Wanja“ nach einem Buch von Otfried Preußler (März 2012 im Stadttheater). Für alle Produktionen werden Musik und Libretto eigens verfasst (so etwa von Horst Hawemann und Peter Fulda), beim musikalischen Part bringen sich Ensembles wie die Nürnberger Symphoniker und das „ensembleKONTRASTE“ mit ein.

Alle drei Stücke werden im Rahmen eines Festivals im März 2012 zu sehen sein. Das Repertoire soll dann Schritt für Schritt erweitert werden.

www.theater-pfuetze.de



  



Clemens Helldörfer

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Rund ums Nürnberger Stadtleben berichtet "Nürnberg plus", der Spezial-Lokalteil der NZ-Druckausgabe. Eine Auswahl von Artikeln und Bildergalerien aus N-Plus ist hier zu finden.