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Fünf Elemente für gute Ernährung

Neuer Essenstrend war auch auf der BioFach zu finden - 21.02. 17:15 Uhr

Nürnberg  - Auf einmal scheint es ganz viele Menschen mit Laktose-Intoleranz und/oder Gluten-Unverträglichkeit zu geben. Eine Modeerscheinung oder ist da etwas dran? Nach der chinesischen Fünf-Elemente-Ernährung auf jeden Fall.

Bei der Fünf-Elemente-Ernährung kommen Obst und Gemüse häufiger auf den Tisch.
Bei der Fünf-Elemente-Ernährung kommen Obst und Gemüse häufiger auf den Tisch.
Foto: Thomas Lohnes/dapd
Bei der Fünf-Elemente-Ernährung kommen Obst und Gemüse häufiger auf den Tisch.
Bei der Fünf-Elemente-Ernährung kommen Obst und Gemüse häufiger auf den Tisch.
Foto: Thomas Lohnes/dapd

Diese Ernährungsweise setzt sich auch bei uns immer mehr durch – und spricht Menschen an, die beispielsweise wiederkehrend Verdauungsprobleme haben, ohne dass eine wirkliche Erkrankung zu finden ist.

Die Fünf-Elemente-Ernährung arbeitet sehr individuell damit, bestimmte Lebensmittel häufiger auf den Tisch zu bringen, andere ganz wegzulassen beziehungsweise möglichst zu vermeiden. Oft gehören Weizen, Milchprodukte, meistens Zucker und Koffein dazu. Lebensmittel also, die wir im hektischen Alltag verstärkt oder fast ausschließlich zu uns nehmen und die viele Säuren bilden, die Leber und Darm belasten. Hautprobleme, Schlafstörungen und Übergewicht können die Folge sein.



Die Zahl der Fünf-Elemente-Kochbücher ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, auf der diesjährigen BioFach hat sich der Trend ebenfalls niedergeschlagen. Dort waren neben einem Fünf-Elemente-Baguette beispielsweise auch Fruchtaufstriche zu finden, die den jeweiligen Elementen zugeordnet werden können.

Grundsätzlich arbeitet diese Ernährungslehre mit der Grundidee, dass die verschiedenen Aspekte und Qualitäten sowie Ebenen unseres Lebens in Harmonie sein sollten. Yin und Yang beschreibt grundsätzliche Konstitutionen, die bei der Ernährung beachtet werden sollten. Dazu kommen die fünf Elemente Holz, Erde, Feuer, Wasser und Metall, denen bestimmte Geschmacksrichtungen, Konsistenzen und Temperaturen zugeordnet werden. Der taoistische Grundgedanke der Harmonie und des Gleichgewichts ist die Basis dieser Ernährungslehre.

„Aber wer spürt das denn heute noch, wenn er etwas nicht verträgt?“, fragt sich auch Josef Eder, Geschäftsführer der Firma Mauracher Hof, die ökologische Backwaren herstellt. Aber nicht nur das: Spezielle Mahlverfahren, besonderes Wasser, Natursauerteig und spezielle Getreidemischungen machen seine Produkte zu einem Lebensmittel, das seiner Ansicht nach diesen Namen verdient. „Wir wollen einfach das Leben im Lebensmittel lassen“, ist das Credo von Eder, der auf der BioFach als Neuheit sein Fünf-Elemente-Baguette vorstellte. Das Baguette enthält keinen Zucker, keine Laktose, kein Ei und keine Nüsse – alles Zutaten, die potenziell reizen und die Verdauung erschweren können.

Pizza aus Buchweizen und Frühstücksbrei mit Fruchtmus

In Asien wird ohnehin viel Reis, Gemüse und Obst gegessen, ist man der Idee dieser Ernährung also sehr nahe. Eine westliche Anpassung ist jedoch nötig, denn die Ernährungslehre geht auch davon aus, dass man Produkte aus der eigenen Heimat essen soll, um den Organismus nicht zu überfordern. In deutschen Fünf-Elemente-Büchern finden sich daher auch viele Rezepte ohne Milch, ohne Zucker, ohne Ei – ohne Fleisch meistens ohnehin, wobei das nicht automatisch so sein muss. Kann das dann denn überhaupt noch schmecken? Auf jeden Fall: Es gibt beispielsweise Gemüsegulasch, Pizzen aus Buchweizenmehl, Frühstücksbreie, die mit Fruchtmusen und Agavendicksaft gesüßt werden. Sogar Kekse und Torten kann man auf diese Weise backen.


Wer dafür keine Zeit hat, wurde auf der BioFach fündig: Mittlerweile gibt es ein reiches Angebot für alle, die beispielsweise weniger Weizen essen oder die glutenhaltigen Lebensmittel ganz meiden sollten. Die Firma Terra nova beispielsweise hat ein breites Sortiment an glutenfreien Broten und Süßwaren. Wer das bei seiner Ernährung beachten sollte, kann trotzdem Knäckebrot, Toast oder Rührkuchen und Muffins genießen.

Für alle, die Zucker meiden sollten, zeigte Molenaartje aus den Niederlanden zahlreiche „Schokoriegel“ und Kekse, die zuckerfrei gesüßt sind und aus Carob (einer Art Kakao) hergestellt sind. Die Riegel schmecken erstaunlich „echt“ und sind definitiv keine Notlösung. Und wem es vor Tofu als Fleischersatz graut, der ist bei den Produkten von Lord of Tofu richtig: Die sind würzig, oft bissfest und richtig gut, zum Kochen, aber auch als Brotbelag. Denn Brotaufstriche bieten sie auch an.

Wissenschaftlich fundiert im Sinne einer Beweisführung ist diese Ernährungsweise nicht – wie alle östlichen Ernährungsweisen werden sie von der westlichen Medizin kritisch beäugt: Allerdings beginnen Menschen auf jeden Fall, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, was sie eigentlich essen und was ihr Körper gut verarbeiten kann und was nicht.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken! 



Isabel Strohschein

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Rund ums Nürnberger Stadtleben berichtet "Nürnberg plus", der Spezial-Lokalteil der NZ-Druckausgabe. Eine Auswahl von Artikeln und Bildergalerien aus N-Plus ist hier zu finden.
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