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Gemüse und seine Heilwirkung

Schwarzwurzeln helfen bei Schlangenbissen und Halsweh - 12.01. 14:40 Uhr

Nürnberg  - Moden kommen und gehen – selbst beim Gemüse. Pastinaken zum Beispiel erleben derzeit eine Art Renaissance, vor nicht so langer Zeit hingegen waren sie völlig unpopulär und vielen Leuten nicht bekannt. Wenn man aber noch weiter zurückschaut, findet man heraus, dass Pastinaken einst beliebter als Karotten waren.


Winterrettich
Winterrettich
Winterrettich
Winterrettich

Die Pastinake besitzt einen höheren Nährwert als die Karotte, schreibt der Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl: „In den Zeiten der Ritter und Minnesänger war die Pastinake das bevorzugte Gemüse.“ Ihr wurde nachgesagt, dass sie harntreibend, windtreibend und reinigend sei. Die Pastinake könne auch die notwendige Vitalität zur Zeugung neuen Lebens vermitteln“, schreibt Storl. Aber nicht nur die Wurzel ist wirkungsvoll: „Kraut und Samen in Wein gesotten, morgens und abends getrunken, hilft unfruchtbaren Weibern zur Empfängnis“, heißt es in einer alten Quelle.


Pastinaken
Pastinaken
Pastinaken
Pastinaken

Die Schwarzwurzel ist dagegen ein neuzeitliches Gemüse. Sie wurde erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts vom Menschen angebaut. Sie galt laut Storl in der Volksmedizin als Heilmittel bei Schlangenbiss und anderen Vergiftungen, bei Halsschmerzen und Schwindelanfällen und – da sie das Wundheilmittel Allantoin enthält – äußerlich zur Behandlung von schlechter Haut.

Heute weiß man, dass sie dank dem Inulin und Mannit ein verträgliches Gemüse für Diabetiker ist. Sie enthält viel Calcium und ist somit gut für den Knochenstoffwechsel. Beim Schälen der Wurzeln gehen die meisten Vitamine und Nährstoffe verloren, betont Storl. Moderne Ernährungswissenschaftler gäben daher den Rat, die Wurzeln mit Schale zu kochen und diese entweder hinterher abzulösen oder mitzuessen.


Schwarzwurzeln
Schwarzwurzeln
Schwarzwurzeln
Schwarzwurzeln

Ebenso wie der Schwarzwurzel wird auch dem Winterrettich heilsame Wirkung zugeschrieben. „Die Wurzel fördert den Appetit und die Verdauung, sie unterstützt die Gallensekretion und löst den Husten bei schwerer Bronchitis“, schreiben die Kochbuchautorinnen Marianna Buser und Antonia Koch. Und in der Tat: In vielen Hustenmitteln von Naturarzneiherstellern ist Winterrettichextrakt zu finden. Ein altes Hausmittel gegen Husten funktioniert so: Man höhlt eine Wurzel aus, gibt Kandis hinein und lässt das ganze 24 Stunden ziehen. Der so gewonnene Hustensaft wird dann löffelweise eingenommen.


Dorschen
Dorschen
Dorschen
Dorschen

Eine besondere Heilkraft wird der Dorsche nicht zugeschrieben. Dennoch ist die Feldfrucht reich an Calcium, Provitamin A, B-Vitaminen und Vitamin C.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken! 




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