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Gesund muss nicht immer teuer sein

"Stark in den Sommer" beleuchtet unsere Ernährung - 19.04.11

Nürnberg  - "Brigitte"-Diät, Hollywood Stardiät, Kohlsuppendiät - alles umsonst, der Jojo-Effekt hat das Gewicht wieder in die Höhe getrieben. Sportredakteuren geht es da wie jedem anderen, weshalb sich zwei Mitglieder des NZ-Sportressorts an einen Selbstversuch gewagt haben. "Stark in den Sommer" heißt es auch im vierten Teil der neue Serie, in der wir auf "Metabolic-Typing" setzen.


Die Pfunde purzeln, die Waage stöhnt bei jedem Antrittsbesuch etwas leiser auf, das Lebensgefühl passt sich allmählich der Jahreszeit an. Das Programm schlägt tatsächlich an, ein Teil der Speckröllchen ist bereits Vergangenheit. So weit, so gut. Dahinter muss noch mehr stecken, als sich nur bewusst zu ernähren und fleißig zu trainieren. Tut es auch. Metabolic-Typing, so sagt der Campus als einziger Anbieter, schließt eine umfassende Ernährungsberatung mit ein.

Darum kümmert sich der Chef persönlich. Der Vortrag, den Franz Pankofer mit der Inbrunst eines Rettungssanitäters hält, sollte einem vor jedem Gang in den Supermarkt durch den Kopf gehen. Es sind die elementaren Aspekte unserer Ernährung, die der Campus-Chef eloquent zu vermitteln weiß. Der ehemalige Oberstudienrat, der den besserwissenden Lehrer aber gut verstecken kann, spricht über „angewandte Gesundheitswissenschaften“. Das hat er studiert, und das kann jeder brauchen.

Ernährung war für mich wie für so viele bislang gutes Essen. Mehr oder weniger. Mal eine Leberkässemmel, mal eine Cola, die offenkundige gemüsige Unterversorgung wurde fleischig wettgemacht. Das funktioniert, eine Zeit lang. Asketisch ist das nicht, und gesund schon mal gar nicht. „Für unsere Gesundheit sind wir selbst verantwortlich“, sagt Pankofer.

Dabei kommt der Körper tagtäglich mit allerlei Giften in Berührung. Die meisten davon werden über Niere, Darm und Haut wieder entsorgt. Wer nun aber ein paar „Reserven“ zu viel hat, züchtet sich da eine regelrechte Mülldeponie an. Im Fett lagern sich Gifte nur zu gerne ab. Langfristig macht das krank. Wenigstens den, der nicht dagegen angeht. Das beruhigt zumindest etwas.

Nur hält das derzeitige Angebot unserer Discounter nicht dem Anspruch stand, den unser Körper hat. Die Diskrepanz zwischen „Hauptsache billig“ und „ernährungstechnisch wertvoll“ ist bisweilen verheerend, lässt Pankofer durchblicken. Kopfschmerzen, Übelkeit, ein Taubheitsgefühl im Nacken – das lösen beispielsweise Geschmacksverstärker aus, die sich mittlerweile in so vielen Nahrungsmitteln finden. Gesund ist das nicht, gesetzlich aber zugelassen. Wird Glutamat verboten, setzt die Industrie eben auf Hefeextrakt.

Gesundheit gegen Geldbeutel, wer es sich leisten kann, lebt länger. Oder wer die Bedürfnisse seines Körpers kennt. Es muss ja nicht immer teuer sein, sich ausgewogen zu ernähren. Saisonal und regional, lautet ein Stichwort. Der Apfel aus der Fränkischen ist besser als jede grün geerntete Banane. Meer- und Steinsalz enthält 84 wichtige Elemente, das „normale“ Salz für 80 Cent vornehmlich Chlorid und Natrium. Die mit Jod oder Fluor verstärkten Salze können sogar gesundheitsschädlich sein.

In diese Kategorie reihen sich auch Weißmehl, Margarine und raffinierter Zucker ein. Vollkornmehl, echte Butter und Süßungsmittel wie Honig oder Stevia sind gesunde Alternativen. Apropos: Ein mit Schale verzehrter Apfel enthält 450 kombinierte Vitalstoffe. „Damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können“ – erst jetzt macht dieser Werbeslogan endlich Sinn.

Weitere Teile in den kommenden Wochen, Informationen im Campus-Gesundheitszentrum, Laufamholzstraße 114, www.campus-fitness.de, 0911/5460561, das diese Studie unterstützt hat. 




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