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Wer zu viel auf den Rippen hat, wird Gewicht verlieren, verheißt das Programm im Campus. Gleichzeitig soll aber die Muskelkraft gestählt werden. Das ist tatsächlich eine Symbiose, bewusst essen und trainieren – die ersten Wochen mit Metabolic-Typing zeigen Wirkung. Zwischen mir und unserer Waage entwickelt sich eine innige Hassliebe. Leicht ist es nicht immer, dem Programm treu zu bleiben, vor allem, wenn die Kinder ihr Eis schlecken und der Papa seit neuestem keines mehr mag. Konsequenz ist das Zauberwort.
Am Anfang ist eine Küchenwaage unerlässlich. „Da kommt man nicht drumrum“, rät Helmut, dieser Metabolic-Papst im Campus, der auf jede scheinbar noch so dumme Frage von uns ehemaligen Genussmenschen eine plausible Antwort weiß. Die Grammangaben in unserer Ess-Fibel, die detailgenau definiert, was gut, was eher die Ausnahme und was in den kommenden Wochen absolut tabu ist, wollen schließlich eingehalten werden. Wer seinen Teller dann zwei-, dreimal genauestens beäugt hat, weiß schon recht exakt, wie groß die Portionen sein dürfen. Besonders üppig nicht, soviel vorneweg.
Dafür stellen sich bereits frühmorgens erste Glücksgefühle ein. Nach dem Aufstehen gleich mal auf die unerbittliche Kontrollinstanz gestellt, und mit ein paar hundert Gramm weniger nimmt sich der Tag dann doch ganz geschmeidig aus. Wie angekündigt, nähert sich die Vitalität Spitzenwerten. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die anfangs doch reichlich quälenden Trainingsminuten langsam Wirkung zeigen.
Zweimal in der Woche heißt es antreten im Campus. Krafttraining, unerlässlich bei Metabolic-Typing, schließlich verheißt jede selbst bewältigte Treppenstufe ein Plus an Gesundheit. Was den Körperbau und seine Bedürfnisse angeht, greift der Mensch ja auf ein uraltes Programm zurück. Als Jäger und Sammler haben wir freilich ausgedient, nur hätte der Körper noch immer ganz gerne viel Bewegung. Nur hecheln die wenigsten von uns ihrer täglichen Portion Bison über 30 Kilometer hinterher, und Mammuts sind ja auch ausgestorben. Dieser Umstand motiviert mich dann doch, die Einheiten des Zirkeltrainings extrem ernst zu nehmen.
Vor mir steht einer der „Helmuts“, dieser lieben Mitarbeiter, die versuchen, aus jedem einzelnen künftigen Hungerhaken noch ein wenig mehr an Leistung herauszukitzeln. „Drill Sergeant“ schießt mir durch den Kopf, als ich mit wahrscheinlich puterrotem Kopf dabei bin, ein paar Kilos mehr als sonst in die Höhe zu wuchten. Jeweils 25 Minuten dauert so eine Einheit. Zehn hochmoderne Geräte sprechen die verschiedensten Muskelgruppen an. Viel wird für den Rücken getan, der Lendenwirbelbereich wird gestärkt, aber auch die Schultergruppe. Gerade für die „2.0-Generation“ ist das unerlässlich, heißt es.
Wer vornehmlich am Computer sitzt, merkt relativ schnell eine Besserung in der Problemzone. Aber auch Brust, Beine und Gesäß werden trainiert. An der Bauschmuskelmaschine setzt etwas ein, was ich „Spontan-Muskelkater“ taufe. „Auf Schnelligkeit kommt es nicht an“, rät mir Helmut zu einem ruhigeren Rythmus. Je langsamer, desto weher, retourniert eine meiner leidenden Muskelgruppen.
Weitere Teile in den kommenden Wochen, Informationen im Campus-Gesundheitszentrum, Laufamholzstraße 114, www.campus-fitness.de, Tel. 0911/5460561, das diese Studie unterstützt hat.


