26°C
Donnerstag, 24.05. - 16:36 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Koalitionskrach überlagert die Arbeit

Halbzeitbilanz der Bundestagsabgeordneten - 19.09. 16:52 Uhr

Nürnberg  - Halbzeitbilanz der Nürnberger CSU-Abgeordneten: Dagmar Wöhrl und Michael Frieser versuchen, ihre Sachthemen zu präsentieren, doch Euro-Krise und schlechtes Image der Regierung interessieren viel mehr.

Anstoß zur zweiten Halbzeit: Dagmar Wöhrl (links) und Michael Frieser hoffen, dass dann die Außenwirkung der Regierung besser wird.
Anstoß zur zweiten Halbzeit: Dagmar Wöhrl (links) und Michael Frieser hoffen, dass dann die Außenwirkung der Regierung besser wird.
Foto: Harald Sippel
Anstoß zur zweiten Halbzeit: Dagmar Wöhrl (links) und Michael Frieser hoffen, dass dann die Außenwirkung der Regierung besser wird.
Anstoß zur zweiten Halbzeit: Dagmar Wöhrl (links) und Michael Frieser hoffen, dass dann die Außenwirkung der Regierung besser wird.
Foto: Harald Sippel

„Im persönlichen Bereich sind die Menschen froh, dass sie in einem stabilen Land leben mit stabiler Währung“, stellt Michael Frieser bei seinen Gesprächen mit Bürgern fest. „Aber sie haben Sorgen vor der Zukunft, Angst um ihr Erspartes, der Euro und Griechenland spielen eine große Rolle.“

Da hilft es wenig, wenn er auf die Vorteile des Euros verweist, auf einen Abwertungswettlauf, zu dem es in der Krise gekommen wäre, wenn hierzulande noch die D-Mark gelten würde. Frieser und Wöhrl sind Verfechter eines starken Rettungsschirmes, damit Europa gewappnet ist für künftige Krisen. „Ein Rettungsschirm kann die Folgen abmildern, wir setzen dennoch auf Eigenverantwortung und Solidarität in der EU.“



Über die Darstellung der Arbeit der Koalition in den vergangenen zwei Jahren sind die beiden Abgeordneten nicht glücklich. „Wir sind besser aus der Krise gekommen als alle anderen, wir haben überall in der Welt ein gutes Standing“, betont Wöhrl. Doch es gebe Nachholbedarf in der Darstellung und im Politikmarketing, gibt sie zu. Ständig werde sie auf ihren Auslandsreisen gefragt, wie die Deutschen es geschafft hätten, so gut durch die Krise zu kommen. Gerade war sie in Ägypten, wo sie allerdings auch viele desillusionierte Revolutionäre traf. Vor allem die Frauen fürchten um ihre Rechte unter dem neuen Regime. Für viele im Ausland sei Deutschland ein Vorbild, nur zu Hause hapere es mit der Anerkennung für die Regierungsarbeit.

„Es ist bedauerlich, dass man nicht erkennt, was in den vergangenen zwei Jahren auf den Weg gebracht wurde, wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in Europa“, meint sie mit Blick auf die alles überlagernde Debatte über Unstimmigkeiten innerhalb des Regierungsbündnisses. Sie persönlich arbeite gut mit den Kollegen der FDP zusammen.


Für die zweite Halbzeit der Legislaturperiode sieht Wöhrl die Frage der Migration als ein Kernthema an. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort bleiben können“, die Spekulation mit Lebensmitteln an den Börsen findet sie skandalös. „Da wird mit Weizen spekuliert, den es gar nicht gibt! Es gibt schon Länder, die 70 Prozent ihres jährlichen Etats für Lebensmittel ausgeben müssen.“ Einen anderen Aspekt von Migration will die Regierung in wenigen Wochen lösen: Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse soll als Rechtsanspruch durch den Bundestag. Dazu soll es dann eine zentrale Zulassungsstelle geben, die die Abschlüsse prüft. Für diese Aufgabe gibt es auch eine Bewerbung aus Nürnberg, der Frieser und Wöhrl gute Chancen einräumen. 



Sabine Göb

Mail an die Redaktion

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Eine_schwierige_ethische_Entscheidung_woehrl.jpg
Geburtsdatum:
5.5.1954
Beruf, Funktion:
CSU-Politikerin


Kurzbeschreibung:
Die Nürnbergerin und CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl ist seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestags. Sie gehört dem Präsidium der CSU an.
Seit 2009 ist sie Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Ehrenamtlich engagiert sie sich als Präsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth und als Stiftungsrätin der Emanuel Wöhrl Stiftung.