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Mit einem "Blubb" ist alles wieder vorbei

Seifenblasen-Ausstellung im Nürnberger Kindermuseum - 29.09. 18:34 Uhr

Nürnberg  - Vor rund 5000 Jahren erfanden die Sumerer die Seife. Im Rahmen der Mitmach-Ausstellung "Riesig und bunt, eckig oder rund – Seifenblasen" können seit dem 1. Oktober kleine und große Besucher des Kinder- und Jugendmuseums im Kachelbau auf kreative Weise das Phänomen Seifenblasen entdecken und sich spielerisch mit den Eigenschaften und Naturprinzipien dieser Objekte auseinander setzen.

Faszination Seifenblase: Im Kindermuseum lassen sich auch ausgesprochen riesige Exemplare herstellen.
Faszination Seifenblase: Im Kindermuseum lassen sich auch ausgesprochen riesige Exemplare herstellen.
Foto: Günter Distler
Faszination Seifenblase: Im Kindermuseum lassen sich auch ausgesprochen riesige Exemplare herstellen.
Faszination Seifenblase: Im Kindermuseum lassen sich auch ausgesprochen riesige Exemplare herstellen.
Foto: Günter Distler

Gibt es viereckige Seifenblasen? Bei der Zeichentrickserie „SpongeBob“ durchaus und nicht nur das. Der gelbe Schwamm kreiert mit seinem Blasestäbchen Würfel, Boote oder einen riesigen Elefanten. In Wirklichkeit sieht die Sache etwas anders aus. Oder genauer: Seifenblasen sind schlicht und einfach rund. Die Oberflächenspannung ist der Grund für die kugelförmige Gestalt.



Durch Minimierung der Oberfläche zwingt sie die Blase in diese Form, da von allen möglichen Formen zu einem gegebenen Volumen die Kugel die kleinste Oberfläche aufweist. Seifenblasen schillern in den Regenbogenfarben. Dies Phänomen entsteht durch Interferenz von Lichtwellen an der dünnen Seifenhaut.

Herumrennen ist wegen Rutschgefahr verboten

Im Vorfeld testet eine 4. Klasse des Förderzentrums Knauerstraße die verschiedenen Mitmach-Stationen. Dagmar Behrends zeichnet bei „Riesig und bunt, eckig oder rund – Seifenblasen“ federführend. Zu Anfang gibt die Museumspädagogin wichtige Tipps. So ist Rennen verboten, da erhöhte Rutschgefahr besteht. „Das Seifenwasser soll man nicht in die Augen bringen“, sagt Behrends, „auch das Trinken ist zu vermeiden.“

Chiara und Alex ergreifen die Möglichkeit, riesige Seifenblasen durch die Luft schweben zu lassen. Dabei hantieren die Kinder dermaßen enthusiastisch mit ihren Utensilien, dass es fast zu Kollisionen kommt. Laura versucht derweil sich in eine gigantische Seifenblase zu stellen. An der Station „Seifen-Geometrie“ sind weitere Kinder dabei, die vielfältigen Eigenschaften der Seifenblase zu beobachten und zu ergründen. Die sogenannte Seifenwand lädt dazu ein, mit der „Hand durch die Wand“ zu stoßen. Hierfür braucht man nur seifige Finger.

Für einen Raupe aus Seifenblasen braucht es nur eine nasse Tischdecke, einen Halm und Seifenflüssigkeit. Im Kontrast zu den vergänglichen Kreationen können die Besucher selbst zu Draht, Wolle, Strohhalm und Schere greifen und kreative Objekte erfinden, mit denen sie ihre ganz persönliche Seifenblase herstellen können.

Vor Ort kann gleich die Tauglichkeit des Gebastelten erprobt werden. Es ist erlaubt, die Objekte mit nach Hause zu nehmen. „Riesig und bunt, eckig oder rund – Seifenblasen“ entpuppt sich als zugleich vergnüglicher und interessanter Umgang mit Seife, Wasser und Luft. Doch trotz aller Erklärungen, für die Kinder sind und bleiben Seifenblasen voller Geheimnisse. Denn im Bruchteil einer Sekunde sind sie mit einem „Blubb" zerplatzt und für immer verschwunden.

Noch bis zum 20. November im Kinder- und Jugendmuseum im Kachelbau auf dem alten Schlachthofgelände. Infos auch unter kindermuseum-nuernberg.de
  



Thomas Susemihl

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