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Neues Projekt verbindet Generationen

Wunschgroßeltern kümmern sich liebevoll um ihre Enkel - 17.02. 18:13 Uhr

Nürnberg  - Großer Tag für Meryem: Sie feiert ihren zweiten Geburtstag. Klar, dass da auch die neue Oma kommt. Die neue Oma heißt Sigrid Stürzenhofecker. Sie hat Meryem und ihre Familie vor ein paar Monaten kennengelernt – bei einem vom Verein „Großeltern stiften Zukunft“ initiierten Treffen im Haus Eckstein. Das Projekt „Wunschgroßeltern“ des Vereins hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ersten Kontakt zwischen jungen Familien oder Alleinerziehenden mit Kindern und potenziellen Großeltern herzustellen.

Mit Sigrid Stürzenhofecker lässt es sich gut herumalbern, findet die vierjährige Jasmin (r.) und versteckt sich hinter ihrem Buch. Die zweijährige Meryem sitzt auf dem Schoß ihrer Wunschgroßmutter.
Mit Sigrid Stürzenhofecker lässt es sich gut herumalbern, findet die vierjährige Jasmin (r.) und versteckt sich hinter ihrem Buch. Die zweijährige Meryem sitzt auf dem Schoß ihrer Wunschgroßmutter.
Foto: Roland Fengler
Mit Sigrid Stürzenhofecker lässt es sich gut herumalbern, findet die vierjährige Jasmin (r.) und versteckt sich hinter ihrem Buch. Die zweijährige Meryem sitzt auf dem Schoß ihrer Wunschgroßmutter.
Mit Sigrid Stürzenhofecker lässt es sich gut herumalbern, findet die vierjährige Jasmin (r.) und versteckt sich hinter ihrem Buch. Die zweijährige Meryem sitzt auf dem Schoß ihrer Wunschgroßmutter.
Foto: Roland Fengler

„Das klappt erstaunlich gut“, sagt Karl Foitzik, Projektleiter und Gründungsmitglied des Vereins. Einschränkend fügt er hinzu: „Es ist wie bei der Brautschau, das erste Mal klappt es oft nicht gleich.“

Nicht gleich geklappt hat es auch bei Sigrid Stürzenhofecker. Umso mehr freut sie sich darüber, dass nach mißglückten vorherigen Versuchen jetzt der Kontakt mit Meryem und ihrer Familie so gut läuft. Und da nimmt die 73-Jährige auch in Kauf, dass das Ganze nicht ihrer ursprünglichen Vorstellung entspricht. Denn gewünscht hatte sie sich eigentlich einen „Enkel“ im Alter von fünf Jahren – so wie ihr tatsächlicher Enkel Francis, der mit seinen Eltern in England lebt. „Wir können uns nur selten sehen“, bedauert Sigrid Stürzenhofecker.



Um als Oma nicht aus der Übung zu kommen, hat sie sich nun Wunschenkel gesucht. Neben der zweijährigen Meryem ist das auch noch die vierjährige Yasmin. Mit dem sechsjährigen Bruder der beiden Mädchen hatte sie dagegen bisher weniger zu tun. „Drei auf einmal traue ich mir noch nicht zu“, sagt sie.

Zwischen ihr und Hayriye D., der Mutter der drei Kinder, herrschte beim ersten Treffen im Haus Eckstein gleich Sympathie. „Uns fehlte etwas“, sagt Hayriye D.. Sie habe sich dringend eine Großmutter für ihre Kinder gewünscht, da die leiblichen Großeltern in der Türkei leben bzw. wenig Kontakt zu ihnen besteht. „Es ist ein Geben und Nehmen“, finden sie und Sigrid Stürzenhofecker unisono. Einig waren sich beide auch von Anfang an, dass es hier nicht um eine Art Babysitterdienst gehen sollte. Gemeinsam gingen die Frauen mit den Kindern zur Kinderweihnacht und ins Sternenhaus, zwei Mal monatlich fährt die engagierte Wunschoma quer durch die Stadt, um ein paar Stunden mit Meryem und Yasmin zu verbringen. „Und als ich einmal allein mit Yasmin unterwegs war, wurden wir schon von jemandem als Oma und Enkelin erkannt“, sagt sie ein wenig stolz.

Das Projekt „Wunschgroßeltern“ wird weiterhin fortgesetzt. Das nächste Kontakttreffen im Haus Eckstein, Burgstraße 1–3, findet am Mittwoch, 29. Februar, um 17 Uhr statt.
  



Eva Kettler

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