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Nur die Harten kommen ins Gärtla

Party-Tipps am Wochenende - 26.01. 17:14 Uhr

Nürnberg  - Bald ist es wieder soweit: Die Spielwarenmesse beginnt. Und wie kaum eine andere Messe macht sich der Aufenthalt so vieler (Geschäfts)Leute fremder Nationalität auch im Nachtleben bemerkbar. Man erkennt das daran, dass größere Gruppen tendenziell älterer Menschen unsicheren Blickes in irgendeine Bar staksen und dann nach besten Kräften versuchen, ihre Spesen in die Höhe zu treiben.


Gerne nehmen sie hierzu die Hilfe anderer Gäste in Anspruch. Später findet man diese Menschen völlig verloren in irgendwelchen Diskos wieder, wo sie sich früher oder später in die Tanzenden werfen und vergessen, dass sie mit Ende 50 hierfür zu alt sind.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, dem zu begegnen. Die eine ist: mitmachen, Spaß haben, sich noch Jahre später königlich amüsieren. Die andere ist, die Vergnügungssuchenden an ferne Orte zu schicken. Deshalb gucken wir uns das heute mal an. Wer erstmal im „Highlander“ (Am Hammer) angekommen ist, darf wohl als verräumt betrachtet werden. Zweifelsohne großartig geht es zu im „Brown Sugar“ (Königstorgraben) bei der „Stones Night“.

Dosenstechen macht im Anzug auch ganz besonders viel Spaß. Derart aufgeheizt gibt es ganz klar nur zwei Wege. Einer führt in die Rockfabrik (Klingenhofstraße) zur „Neuen deutschen Härte“, der andere ins WON (Kohlenhofstraße), wo bei „Couple Door“ unklar ist, ob man für den freien Eintritt bereits zu zweit kommen oder sich eine andere einsame Seele, die vor der Tür herumlungert, schnappen muss.

Und wenn schon irgendwas „Fummelcamp“ heißt (Parkcafé, Berliner Platz), dann sollte man das doch auch direkt so umsetzen dürfen. Diese Nacht sollte übrigens mindestens im Meistertrunk enden. Alles in allem sehr anstrengend. Deswegen am Samstag ab 17 Uhr gleich ganz entspannt zum „Starkbier Winterfest“ ins Gärtla (Beuthener Straße) mit Spanferkel und La Boum, und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

Selig lächelnd versacken wir dann entweder dort vor’m Tonnenfeuer oder entschweben in die Vogelweiherstraße, wo bei „YEAH!“ die lokalen DJs ungefähr alle mal ran dürfen. Einer ist jedenfalls nicht dabei, nämlich Kaneda – der macht nämlich im Stereo (Klaragasse) seine leider letzte Signale-Feier. Zeichen setzt auch die Desi, nämlich u. a. gegen Faschismus, Rassismus und Homophobie, und wird das bei der „Fight Back Winter Edition“ geräuschvoll kundtun. Nächste Woche dann also das alles mit Anzugtierchen. Man darf gespannt sein. 



Katharina Wasmeier



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Rund ums Nürnberger Stadtleben berichtet "Nürnberg plus", der Spezial-Lokalteil der NZ-Druckausgabe. Eine Auswahl von Artikeln und Bildergalerien aus N-Plus ist hier zu finden.