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Nürnberger Spielefest präsentiert ein Jubiläumsprogramm

Die Würfel rollen schon seit 25 Jahren - 02.02. 18:00 Uhr

Nürnberg  - Immer, wenn im Messezentrum die Spielwarenmesse über die Bühne geht, würden viele Nürnberger gerne einmal einen Blick auf das bunte Treiben werfen. Das war vor 25 Jahren schon nicht anders als heutzutage, ebenso wie der Umstand, dass das weltweit bedeutendste Treffen der Spiele- und Spielzeugbranche nun einmal eine Fachveranstaltung ist.

In Regelfragen macht ihm so leicht keiner etwas vor: Heiner Wöhning begleitet das Spiele-Fest schon seit Jahrzehnten und stellt auch heuer wieder die aktuellen Messetrends vor.
In Regelfragen macht ihm so leicht keiner etwas vor: Heiner Wöhning begleitet das Spiele-Fest schon seit Jahrzehnten und stellt auch heuer wieder die aktuellen Messetrends vor.
Foto: Roland Fengler
In Regelfragen macht ihm so leicht keiner etwas vor: Heiner Wöhning begleitet das Spiele-Fest schon seit Jahrzehnten und stellt auch heuer wieder die aktuellen Messetrends vor.
In Regelfragen macht ihm so leicht keiner etwas vor: Heiner Wöhning begleitet das Spiele-Fest schon seit Jahrzehnten und stellt auch heuer wieder die aktuellen Messetrends vor.
Foto: Roland Fengler

Was lag also näher, eine Gelegenheit zu schaffen, bei der sich spielebegeisterte Bürger auch einmal außerhalb der Messehallen darüber informieren konnten, welche Trends gerade im Kommen sind. Aus diesem Gedanken entstand das damals noch als „Spiele-Tüv“ bekannte Nürnberger Spiele-Fest, das mittlerweile mit einem respektablen Jubiläum aufwarten kann.

Neu im Angebot ist die Spiele-Tauschbörse

Zweieinhalb Jahrzehnte hat die Veranstaltung nun schon „auf dem Buckel“, und dennoch sind ihr noch keine Ermüdungserscheinungen anzusehen. Ganz im Gegenteil: 2011 zählten wir 1900 Besucher“, berichtet Cordelia Schuster vom mitveranstaltenden Kreisjugendring stolz. Und zu dem bewährten Grundmotto „Spielen, was das Zeug hält“ gesellen sich auch immer wieder neue Facetten: So wird es heuer erstmals eine Spiele-Tauschbörse geben, und passend zum Jubiläum geben Prominente aus der Region Einblicke in ihre Lieblings-Spielewelten.



Danach war Clubtrainer Dieter Hecking in seiner Jugend ein begeisterter „Risiko“-Zocker, weil er vor allem das strategische Element schätzte. Gewinnen wollte er am liebsten jede Partie, ein Wunsch, den er auch heute noch mit dem 1. FCN hegt.

Helmut Schwarz, Leiter des Nürnberger Spielzeugmuseums, benennt dagegen Canasta als sein aktuelles Lieblingsspiel. Gerade dieser Kartenspiel-Klassiker biete alles, was ein gutes Spiel ausmacht, ließ er gestern wissen. Und auch wenn man sich über sein eigenes schlechtes Blatt ärgere, könne man immer noch auf das des Partners hoffen.

Außer mit diesen persönlichen Informationen des Chefs beteiligen sich das Spielzeugmuseum und das Deutsche Spielearchiv auch in anderer Weise beim Spielefest: So gelten die Spielefest-Eintrittskarten auch für das Museum und umgekehrt. Infowände im Haus „eckstein“ klassifizieren verschiedene Mitspieler-Typen auf humorvolle Weise und listen die Gewinner des Preises „Spiel des Jahres“ seit 1979 auf.


In den 90ern hieß die Veranstaltung noch „Spiele-Tüv“ und fand im CPH statt. Auf dem Bild von links: Roberto Schwarz, André Deraed, Heiner Wöhing und Christian Wallisch.
In den 90ern hieß die Veranstaltung noch „Spiele-Tüv“ und fand im CPH statt. Auf dem Bild von links: Roberto Schwarz, André Deraed, Heiner Wöhing und Christian Wallisch.
Foto: Faces by Frank
In den 90ern hieß die Veranstaltung noch „Spiele-Tüv“ und fand im CPH statt. Auf dem Bild von links: Roberto Schwarz, André Deraed, Heiner Wöhing und Christian Wallisch.
In den 90ern hieß die Veranstaltung noch „Spiele-Tüv“ und fand im CPH statt. Auf dem Bild von links: Roberto Schwarz, André Deraed, Heiner Wöhing und Christian Wallisch.
Foto: Faces by Frank

Vielleicht befindet sich auch der zukünftige Preisträger bereits auf dem großen Messeneuheiten-Tisch, der schon seit Anbeginn der Spielefest-Ära eine Domäne von „Urgestein“ Heiner Wöhning ist. Auch für 2012 hat der Spieleautor und -pädagoge wieder einige Trends ausgemacht. Ein kompletter Überblick sei dagegen mittlerweile unmöglich, berichtete er gestern: „1984 wurden pro Jahr rund 300 neue Spiele präsentiert, mittlerweile sind es schon über 1000.“

Nach wie vor ist das Spielen eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, allerdings haben sich die Schwerpunkte etwas verschoben: Kommunikation und Abwechslung stehen im Vordergrund. Dem Faible für leicht verständliche Spielsysteme tragen viele Verlage mit ihren Neuheiten Rechnung.

Weitere Details zur Entwicklung auf dem Spiele-Sektor gibt Heiner Wöhning bei Vorträgen preis, die am Samstag sowohl um 16.30 Uhr als auch um 19.30 Uhr stattfinden.

Die Spiele-Theke im „eckstein“, Burgstraße 1–3, hat bis zum 7. Februar täglich ab 13 Uhr (samstags und sonntags) oder 14 Uhr (werktags) geöffnet. Am Samstag macht sie so schnell nicht zu, denn da geht die traditionelle „Lange Nacht des Spielens“ bis zum Morgengrauen über die Bühne. Weitere Programmpunkte sind heuer eine Spielerunde zum absoluten Gruppen-Renner „Die Werwölfe von Düsterwald“ (4. Februar, 22 Uhr) und der Ökumenische Spielraum-Gottesdienst am 5. Februar um 18 Uhr, der unter dem Motto „Willkommen im Hamsterrad“ steht.

25. Nürnberger Spielefest, 3. bis 7. Februar im „eckstein“, Burgstraße 1–3, Infos im Internet unter www.nuernberger-spiele-fest.de
  



Clemens Helldörfer

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Rund ums Nürnberger Stadtleben berichtet "Nürnberg plus", der Spezial-Lokalteil der NZ-Druckausgabe. Eine Auswahl von Artikeln und Bildergalerien aus N-Plus ist hier zu finden.