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In Worte zu fassen sind diese Spannungen kaum. Für die Liebe braucht es eben eine andere Sprache. Tanz zum Beispiel. Die Übersetzung der Beziehungskisten übernimmt Regisseur Sebastian Eilers in seiner neuen Produktion „Elephants on Speed“. Der Name ist Programm bei dem Tanztheaterstück, das noch bis zum 23. Januar in der Tafelhalle zu sehen ist. Die vier Tänzer Rebekka Böhme, Risa Kojima, Guillem Burnat Clemente und Julien Feuillet zeigen eindrucksvoll, dass sich paarungsbereite Großstädter eben genau so aufführen, als seien sie Dickhäuter auf Drogen, die vor lauter Angst und Sturheit gerade den ganzen Porzellanladen verwüsten. Eilers lässt seine Tänzer im Schutzpanzer aufeinanderprallen. Sie wollen sich näherkommen, dennoch hat keiner den Mut, sich dem anderen endlich zu öffnen.
Vielleicht ist es auch besser so, schließlich sind Beziehungen, so sie denn entstehen, auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Da wird gelächelt, gelogen und gefeiert, Probleme werden totgeschwiegen und kommen nicht auf den Tisch. Auf beeindruckende Art führen die vier Tänzer zusammen mit den sechs Musikern von „The Elephant Circus Orchestra“ dem Publikum vor Augen, dass Männer und Frauen nicht ohne einander können, auch wenn das Miteinander und der Weg dahin manchmal alles andere als ein Zuckerschlecken sind.
„Elephants on Speed“ ist am Samstag und Sonntag um 20 Uhr und am Montag um 10.30 Uhr in der Tafelhalle zu sehen.


