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Um es vorweg zu nehmen – es war grandios. Oder um es mit den Worten eines Gastes zu sagen: „Ich dachte schon vor zwei Jahren, dass es unglaublich, nicht mehr zu „toppen“ sei – falsch gedacht! Und das lag nicht nur an der beeindruckenden Show. Allen voran ist es die Musik, die jeder einzelne auf der Bühne zu fühlen, zu leben scheint.
Über zweieinhalb Stunden Pink Floyd in Reinkultur – es bleibt nicht nur bei einer perfekten Illusion, einer wunderbaren Kopie, nein, die Show zeigt ihren eigenen Charme. David Gilmour sollte auch in diesem Jahr wieder recht behalten bezüglich seiner Aussage, wie unheimlich es sei, eine so genau Version seiner selbst auf der Bühne zu sehen – Gänsehaut. Keine Frage, TAPFS ist mehr als eine Coverband, mehr als eine Hommage an eine der größten Rockbands der Geschichte.
Einlass war um halb acht und schon sammelten sich Fans vor der noch vollkommen leblosen Bühne, machen Aufnahmen der Instrumente, der Technik, des Bühnenaufbaus. Wenn sich gestandene Herrschaften mittleren Alters um die eigentlich nummerierten Plätze zanken, wenn Minuten später schon bei den ersten Klängen von „Shine on“ Jubelschreie ertönen, sind Barrett, Gilmour, Mason, Waters und Wright wieder da.
Luftgitarre spielend saßen sie da, den Kopf im Takt wippend, erzitternden unter den markerschütternden Bässen. War der Anfang noch vergleichsweise psychedelisch, „spacig“, ruhig, begann mit „Arnold Lane“ das, was Jason Sawford, Gründungsmitglied von TAPFS hinter seinen Keyboards mit „Let‘s start to rock“ einläutete. Eine monumentale, gewaltige Show. Dabei immer klar und perfekt abgemischt. Nach einer Stunde und sieben Stücken – Pause.
Und danach ein absolutes Novum auf der Bühne – 3D-Effekte, tatsächlich in Kinoqualität. Eine wirkliche Weiterführung der Pink-Floyd-Ästhetik mit modernsten Möglichkeiten, die sich überzeugend in die Laser-, Licht- und Videoshow einfügte. Und mit Sicherheit auch im Sinne Pink Floyds, die über ihre gesamte Bandgeschichte hinweg stets die Möglichkeiten aktueller Technik ausreizten. Der Spezialeffekte-Fachmann John Attard stand TAPFS dafür zur Seite. Einfache 3D-Brillen ließen zu „Breathe“ den Verlorenen in seinem Bett durchs All und die Meistersingerhalle gleiten, oder zu „Eugene“ eine Hochgeschwindigkeits-Explosion fast Wirklichkeit werden. Es fehlte wirklich keiner der größten Floyd-Hits in diesem musikalischen, audiovisuellen Feuerwerk. Stehende Ovationen für weit mehr als eine perfekte Illusion.
Fr. 18.05.12
Fr. 18.05.12
Do. 17.05.12
Mo. 14.05.12