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Wanderung auf den Moritzberg und zum Klingenden Wasserfall

Väterchen Frost zaubert Kunst aus Eis - 13.02. 10:30 Uhr

Nürnberg  - Auch wenn sich der eine oder andere sich über kalte Füße beklagt, hat der strenge Frost der vergangenen Wochen auch seine guten Seiten: Der Klingende Wasserfall bei Haimendorf zum Beispiel hat sich in ein beeindruckendes Kunstwerk aus Eis verwandelt. Im Sommer plätschert oft nur ein dünnes Rinnsal die fast fünf Meter hohen Stufen in der Hüttenbachschlucht hinunter.


Im Sommer fließt meist nur ein unscheinbares Rinnsal die Sandsteinstufen in der Hüttenbachschlucht hinunter. Bei frostigen Temperaturen verwandelt sich der Bach jedoch in den imposanten Klingenden Wasserfall.
Im Sommer fließt meist nur ein unscheinbares Rinnsal die Sandsteinstufen in der Hüttenbachschlucht hinunter. Bei frostigen Temperaturen verwandelt sich der Bach jedoch in den imposanten Klingenden Wasserfall.
Foto: Clemens Helldörfer
Im Sommer fließt meist nur ein unscheinbares Rinnsal die Sandsteinstufen in der Hüttenbachschlucht hinunter. Bei frostigen Temperaturen verwandelt sich der Bach jedoch in den imposanten Klingenden Wasserfall.
Im Sommer fließt meist nur ein unscheinbares Rinnsal die Sandsteinstufen in der Hüttenbachschlucht hinunter. Bei frostigen Temperaturen verwandelt sich der Bach jedoch in den imposanten Klingenden Wasserfall.
Foto: Clemens Helldörfer

Bevor die Ausflügler dieses Naturschauspiel bewundern dürfen, steht ein kleines Aufwärmprogramm auf der Tagesordnung: Vom Haltepunkt der S-Bahn-Linie 1, Röthenbach-Seespitze, wandern wir auf dem Jakob-Krieger-Weg, der mit Grünstrich markiert ist, in knapp zwei Stunden auf den Moritzberg.

Nachdem wir die Autobahn überquert haben, ist das erste Etappenziel Himmelgarten. In dem kleinen Dorf leben wahrscheinlich mehr Pferde als Menschen und das Ortsbild ist von Stallungen und Koppeln geprägt. An einem Teich führt der Wanderweg rechts vorbei in ein Waldgebiet, das überschwemmt und jetzt dick vereist ist. Bei der Querung ist Vorsicht geboten, an manchen Stellen trägt das Eis nicht. Bald wird der Weg wieder einfacher, es geht über Wiesen und an Koppeln vorbei in die Grüne Au. Von hier aus folgen wir einer Straße nach links und erreichen nach wenigen Minuten Haimendorf.


Das Fürerschloss in Haimendorf wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 1565 erbaut und gilt als hervorragend erhalten.
Das Fürerschloss in Haimendorf wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 1565 erbaut und gilt als hervorragend erhalten.
Foto: Clara Grau
Das Fürerschloss in Haimendorf wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 1565 erbaut und gilt als hervorragend erhalten.
Das Fürerschloss in Haimendorf wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 1565 erbaut und gilt als hervorragend erhalten.
Foto: Clara Grau

Schon bald ist das Schloss der Nürnberger Patrizierfamilie Fürer zu sehen, das in seiner jetzigen Form im Jahr 1565 erbaut wurde. Es gilt als einer der besterhaltenen Adelssitze der Renaissance in Franken.

Von Haimendorf sind es nun noch gut eineinhalb Kilometer bis auf den Gipfel des Moritzbergs (603 Meter). Die haben es aber in sich und viele Wanderer freuen sich auf einen Einkehrschwung in der urigen Moritzberghütte (geöffnet Mittwoch bis Sonntag ab 11 Uhr).

Über die mit Grünstrich und vielen anderen Zeichen markierten Hohlwege machen wir uns auf den Abstieg nach Haimendorf. In der Von-Fürer-Straße weist ein Schild den Weg zum Klingenden Wasserfall. Am Campingplatz und Koppeln vorbei führt ein Weg bergab in den Wald. Jetzt muss nur noch der Hüttenbach überquert werden und schon bietet sich ein großartiger Ausblick auf den gefrorenen Wasserfall. Allerdings klingt er heute nicht: Normalerweise erzeugen Wind oder hinter den Eiszapfen entlanglaufendes Wasser die Tonfolgen. Durch die niedrigen Temperaturen ist das Eis aber so dick, dass fast nichts mehr fließt.


Moritzberg Infografik
Moritzberg Infografik
Foto: NZ Infografik
Moritzberg Infografik
Moritzberg Infografik
Foto: NZ Infografik

Auf dem Schönberger Jakobsweg, der mit dem grünen Kringel markiert ist, setzen wir die Wanderung fort. Nach wenigen Hundert Metern wartet ein weiteres Naturschauspiel, der „Sprosselbrunn“. Das glasklare Quellwasser sprudelt aus drei Löchern in einer Sandsteinwand und ist derzeit ebenfalls von bizarren Eisgebilden umrahmt. Noch wenige Meter, bis zur Straße Himmelgarten-Schönberg, folgen wir dem markierten Wanderpfad. Nun geht es ohne Markierung nach links entlang der Straße nach Himmelgarten. Von hier aus führt der bekannte Jakob-Krieger-Weg zurück zur S-Bahn-Haltestelle in Röthenbach.

Diese und weitere Wanderungen sowie eine interaktive Karte finden Sie im Internet unter www.franken-wiki.de



Clara Grau

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