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Wandern im weiten Land des Hegereiters

Bei Rothenburg ob der Tauber - 01.07.2011 15:16 Uhr

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Davon entfielen 60 Kilometer im Westen auf eine Wall-Anlage, die teilweise heute noch zu sehen ist. Der Hegereiter ritt auf diesem Wall sein Gebiet ab, bewachte das Land und erhob Zoll. Weil er ständig unterwegs war, hatte er mehrere Wohnsitze, nämlich die so genannten Landtürme, von denen einer noch gut erhalten in Großharbach steht.

Der Landturm diente auch als Wachposten, um anrückende Feinde möglichst früh erspähen zu können. Ferner war er Zollstation mit einer Zollschranke an der vorbeiführenden Straße. Beim Wohnturm in Großharbach stammt das massive Mauerunterteil aus dem 15. Jahrhundert. Heute ist der Turm in Privatbesitz.

Brücklein im Talgrund

Unsere Wanderung ins weite Land des Hegereiters ist rund 17 Kilometer lang. Die VGN-Linien R7/R8 und R82 bringen uns zum Bahnhof von Rothenburg ob der Tauber, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Von dort aus begeben wir uns in die Ludwig-Siebert-Straße und gehen in dieser hoch bis zu einer Straßenkreuzung. Ab dieser marschieren wir auf der Würzburger Straße stadtauswärts. Dann biegen wir links bei der Sparkasse in die Ernst-Geißendörfer-Straße ein und nähern uns einem Kreisverkehr.

Nun wenden wir uns nach rechts in die Paul-Winkler-Straße. Nach ungefähr hundert Metern geht es links ab in ein Sträßlein Richtung Steinbachtal mit den Markierungen Nr. 9/10/11. Zunächst sehen wir links und rechts Felder, später streifen wir rechts einen Weiher. Bei einem großen Kastanienbaum und einem Wassertrog schwenken wir nach links auf einen Schotterweg. Beim Schild „Bettwar“ geht es rechts ab ins Steinbachtal. Im Talgrund erreichen wir ein Brücklein, wo wir unsere Schritte nach rechts lenken und dem urigen Steinbachtal aufwärts folgen.

Über dem Bach liegen Bäume, die vor langer Zeit umgestürzt und inzwischen vermoost sind. Wir folgen der Blaukreuz-Markierung und stoßen auf die Hauptstraße nach Rothenburg. Bei der Töpferei Chausseehaus, früher eine Zollstation, überqueren wir vorsichtig die Straße. Rechter Hand liegt der Lindleinsee, dessen Ufer mit Schilf gesäumt sind. Später treffen wir auf ein Teersträßlein, wo wir nach rechts schwenken. Auf diesem wandern wir ein kurzes Stück, bis wir uns bei der ersten Abzweigung nach links wenden und von der Blaukreuz-Markierung verabschieden. Nun marschieren wir durch Feld und Fluren, gelegentlich ist der Weg mit einer Jakobsmuschel markiert, was ihn als Teil des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela ausweist. Wir gelangen an den Ortsrand von Steinsfeld, wo wir nach links in die Dorfstraße abbiegen. Wir streifen links ein Fachwerkhaus und steuern auf die Kirche zu. Nach der Kirche begeben wir uns gleich rechts ab zum Dorfplatz. Diesen verlassen wir nach rechts auf einer Dorfstraße. In Kürze streifen wir linker Hand noch ein Baustofflager und verlassen den Ort auf einem Teerweg, der von Birken gesäumt wird.

Ein gut erhaltener Landturm steht in Großharbach.

Ein gut erhaltener Landturm steht in Großharbach. © Alfred Bachmann


Wir wandern immer weiter und überqueren ein Brücklein, wo wir die Richtung nach links ändern. Wenige Meter später ändern wir wieder unsere Richtung: Nach dem Flurbereinigungsstein geht es nach links. Damit verlassen wir den Jakobsweg, der nach rechts weiter führt. Rechtsseitig eines Baches geht es nun einen Feldweg entlang. Dieser führt uns an eine Hauptstraße, die wir – wiederum vorsichtig – überqueren. Jetzt geht es Richtung Ellwingshofen. Am Ortsrand überqueren wir wieder einmal ein Brücklein und wenden uns gleich danach rechts. Dann tangieren wir einen Weiher, halten uns weiter rechts und nähern uns auf einem Feldweg Reichelshofen, das sich in Sichtweite mit seinem Brauhauskamin abzeichnet. Wir passieren eine Kläranlage und ein Stallgebäude, schwenken links ab und kommen Reichelshofen immer näher.

Nun wenden wir uns nach rechts und steuern auf einer Pappelallee direkt auf einen Brauereigasthof zu. Wenn wir uns gestärkt haben, verlassen wir Reichelshofen in Richtung Endsee, dabei spazieren wir am Brauereigebäude vorbei. Am Ortsendeschild, links von der Straße, begeben wir uns auf einen Schotterweg, der parallel zur Straße verläuft.

Nach Erreichen des Ortsschildes nach Hartershofen gehen wir über die Straße. Nach wenigen Metern in Richtung Hartershofen biegen wir links ab und nähern uns dem Wald. Bei einer Informationstafel tauchen wir in den Wald ein und folgen dem Naturlehrpfad, der mit einer Gelbbauchunke markiert ist. Viele von Efeu umrankte Bäume säumen den Weg. Links liegt eine eingezäunte Gipsgrube, bald erreichen wir rechts das dazugehörige Gipswerk. Kurz darauf liegen rechts vom Weg große Gipsquader und eine Informationstafel erläutert die Gipsherstellung.

Nach Verlassen des Waldschirms schweift unser Blick zur Autobahnbrücke. Auf einem Teerweg setzen wir die Wanderung fort, bei den drei Birken rechts schwenken wir in einen Feldweg und steuern auf diese Brücke zu. Dann unterqueren wir sie und überschreiten den Bahnkörper nach rechts. Wir folgen dem Feldweg, der dann einen Linksbogen nimmt. Nun geht es leicht bergauf. Nach wenigen Minuten sind wir oben und können die Aussicht auf Steinach und die Windsheimer Bucht genießen.

Bergab geht es auf einem Teerweg, wir überschreiten noch einmal die Gleise und unterqueren dann die B470. Im Ort biegen wir rechts ab, und kurz darauf wandern wir auf einem Fuß- und Radweg links von der B470. Noch zwei Eisenbahbrücken haben wir zu unterqueren. Nach der zweiten Unterführung erreichen wir in wenigen Minuten den Bahnhof von Steinbach, wo wir unsere Wanderung beenden.

Einkehr:

Brauereigasthof Landwehrbräu, 91628 Reichelshofen, Tel. 09865/9890, kein Ruhetag, www.landwehr-braeu.de

Landgasthof Sämann, Bahnhofstraße 18, 91605 Steinach, Tel. 09843/9370, kein Ruhetag


  

Alfred Bachmann

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