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600 Verletzte bei Zugunglück in Buenos Aires

Vermutlich war ein Bremsdefekt die Ursache - Retter sprechen von 49 Toten - 22.02. 17:48 Uhr

BUENOS AIRES  - Nach neuesten Erkenntnissen sind bei dem Zugunglück in Buenos Aires am Mittwoch mindestens 550 Menschen verletzt worden. Es habe auch Tote gegeben, teilte Zivilschutzchef Daniel Russo am Mittwoch in der argentinischen Hauptstadt mit. Etwa 30 Passagiere seien noch in dem Zug eingekeilt.

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Buenos Aires, 22.02.12: Bei einem schweren Zugunglück in der morgendlichen Rushhour sind in der argentinischen Hauptstadt mindestens 49 Menschen getötet und mehr als 600 weitere verletzt worden. Ein Vorortzug war ungebremst in einen Kopfbahnhof gerast.

Nach dem schweren Zugunglück in einem Bahnhof in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires rechnen die Behörden mit möglicherweise sogar  mehr als 40 Todesopfern. Das sagte der Leiter der medizinischen Notfallversorgung in Buenos Aires (SAME), Alberto Crescenti, am Mittwoch.

Die Zeitung „Clarin“ hatten zuvor von mindestens 20 Toten und rund 550 Verletzten berichtet. Ein Clarin-Reporter habe am Unglücksort gesehen, wie die Leichname geborgen worden seien, berichtete das Blatt. Ein Nahverkehrszug der Linie Sarmiento war am Mittwoch mit 26 Kilometern in der Stunde in den Bahnhof Once eingefahren und erst an einem Prellbock zum Stehen gekommen.


Es seien noch immer Passagiere in den Waggons eingeschlossen, sagte der Verkehrsminister unmittelbar nach dem Unfall. „Wir wissen nicht, ob es Tote gibt.“ Es handele sich um einen sehr schweren Unfall, sagte Schiavi. Die Waggons hätten sich bei dem Aufprall ineinander geschoben, einer davon habe sich sechs Meter weit in einen anderen Waggon verkeilt. Schiavi zufolge gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren.

Zug entgleist?

Dem Verkehrsminister zufolge fuhr der Zug mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte den Bahnsteig. Andere Behördenvertreter gaben an, dass der Zug entgleist war. Aus Polizeiquellen verlautete, dass der Zug offenbar nicht bremste, bevor er den Bahnsteig rammte.

Dutzende Rettungswagen rasten nach dem Aufprall zu dem Bahnhof. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Zugführer aus den Wrackteilen befreit und zahlreiche Verletzte auf Tragen abtransportiert wurden. „Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar“, berichtete einer der Insassen im Fernsehen. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt worden.

Erst im September hatte es ein schweres Zugunglück im Westen der argentinischen Hauptstadt gegeben, als im morgendlichen Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt. Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen. 



AFP

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