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Bald ziehen wieder Hexen und Gespenster durch die Straßen - und sorgen für einen enormen Umsatzschub in Gaststätten, der Süßwarenindustrie und der Landwirtschaft. Rund 200 Millionen Euro geben die Deutschen einer Schätzung der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie zufolge inzwischen für das ursprünglich keltische Fest aus.
Am meisten darüber freuen dürften sich die Kostümhersteller selbst: Sie führten das besonders in den USA populäre Ereignis 1994 ganz bewusst in Deutschland ein, um eine zweite Saison neben der Faschingszeit zu kreieren.
Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr erlösten die in der Fachgruppe Karneval zusammengeschlossenen Unternehmen mit Halloween-Kleidung, Hüten und Perücken 30,75 Millionen Euro, wie ein Sprecher der Fachgruppe erläuterte. Dies sei ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
310.000 Erwachsenen-Kostüme, 290.000 Kinderkostüme, 100.000 Perücken und 230.000 Hüte gingen im vergangenen Jahr anlässlich von Halloween über den Ladentisch. Dazu kamen 830.000 Schminksets und fünf Millionen sonstige Accessoires. Auch die Landwirtschaft profitiert den Angaben zufolge von dem Gruselfest: Sie verkauft seit einigen Jahren im September und Oktober rund 9000 Tonnen Kürbisse an Privatpersonen.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.