Dienstag, 20.11.2018

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Donauwörth: Fast 50 Hepatitis-Infektionen nach Klinik-Skandal

Medikamentenabhängiger Mediziner steckte Patienten an - 09.11.2018 15:00 Uhr

Das Gesundheitsamt hat fast 1300 mögliche Betroffene angeschrieben und Hepatitis-C-Tests empfohlen. Von rund 400 Operierten stehen nach Angaben vom Freitag aber noch die Laboruntersuchungen aus, so dass die Zahl der infizierten Patienten voraussichtlich noch steigen wird. Einige der Betroffenen leben im Ausland, weswegen auch Behörden in anderen europäischen Ländern bei der Aufklärung des Hepatitis-Skandals helfen sollen.

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Gegen den Anästhesisten ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Mediziner litt selbst an Hepatitis C und war medikamentenabhängig. Wie er bei den Operationen die Klinikpatienten angesteckt haben soll, ist bislang unklar. Die Verteidiger des Mediziners erklärten nun, dass der Beschuldigte nicht gewusst habe, dass er bei der Arbeit im OP-Saal mit Hepatitis infiziert sei. "Unser Mandant hat selbst niemals bewusst Patienten gefährdet oder so etwas billigend in Kauf genommen", sagte Anwalt Christian Kanth der Augsburger Allgemeinen.

 

dpa

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