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Dortmund: Neonazis greifen dunkelhäutige Männer an

Rechtsextreme bewaffneten sich dabei mit Holzstöcken - 20.04.2018 15:22 Uhr

Eine Gruppe Rechtsextremer ging am Donnerstagabend in Dortmund auf drei dunkelhäutige Männer los. Unter anderem beleidigten und bewarfen die Neonazis ihre Opfer. © dpa


Die angegriffenen Männer, die 23, 25 und 31 Jahre alt sind, blieben den Angaben nach unverletzt. Die Polizei nahm aus der rechtsextremen Gruppe vier Dortmunder im Alter von 18 bis 23 Jahren als Tatverdächtige sowie eine 20-jährige Bochumerin fest, gegen die bereits ein Haftbefehl vorlag.

Die vier Hauptverdächtigen befanden sich am Freitag weiterhin in Gewahrsam. Auslöser des Streits sei nach Aussage der dunkelhäutigen Männer eine rassistische Beleidigung aus der Gruppe der Rechtsextremen gewesen, erklärte die Polizei. In der folgenden körperlichen Auseinandersetzung bewaffneten sich einige Rechtsextreme den Angaben nach mit Holzstöcken.

Die dunkelhäutigen Männer seien in Richtung des Alten Erlenwegs geflohen und von den Rechtsextremen verfolgt worden. Einer habe mit einem Absperrpfosten nach den Männern geworfen. Als einer der Verfolgten stürzte, wurde er den Angaben nach geschlagen und getreten. Anschließend vermisste der Mann zudem sein Handy. Zeugen alarmierten den Angaben nach die Polizei, die die Gruppe der Rechtsextremen noch am Tatort antraf.

Die drei angegriffenen Männer würden weiterhin von der Polizei betreut und gegebenenfalls an Angebote des Opferschutzes vermittelt, hieß es. Die Soko Rechts der Polizei Dortmund ermittelt.


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dpa

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