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Bei dem Werbe-Event hatte ein Kran einen Ferrari auf die im 14. Jahrhundert während der Ming-Dynastie errichtete Stadtmauer gehievt. Anschließend vollführte der Sportwagen darauf mehrere 360-Grad-Drehungen – und hinterließ dabei fette schwarze Reifenspuren auf den antiken Steinen.
Einen Tag später versuchten Arbeiter vergeblich, die Spuren wegzuschrubben. Laut Xinhua gab die Ferrari-Vertretung umgerechnet rund 9000 Euro für die Veranstaltung auf einem der am besten erhaltenen Abschnitte der Stadtmauer aus.
Das beworbene Auto war ein Sondermodell des Ferrari 458 Italia im Wert von 720.000 Euro. „Ein Ferrari für sechs Millionen Yuan gegen eine 600 Jahre alte Stadtmauer... Was tun die Behörden in Nanking nur?“ fragte ein Internet-Nutzer. „Wir können nicht tolerieren, dass Ferrari das antike Stadttor für eine Show benutzt und ruiniert“, schimpfte ein anderer. Die Stadtverwaltung habe die verantwortlichen Beamten „gerügt“, berichtete Xinhua weiter. Sie hätten es versäumt, die Veranstaltung von höherer Stelle genehmigen zu lassen. Ein Experte warnte unterdessen, die Ferrari-Fahrt habe neben den Reifenspuren möglicherweise tiefergehende Schäden an dem Bauwerk angerichtet.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.