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Für 18.000 Euro durch Europa: Fahrgast prellt Taxirechnung

In London fiel dem Mann auf, dass sich sein Geld in Mexiko befinde - 11.11.2017 15:35 Uhr

Kuriose Geschichte: Ein Mann lässt sich mit dem Taxi durch halb Europa fahren und zahlt anschließend seine Rechnung nicht. (Symbolbild) © dpa


Die folgende Geschichte ist nicht nur kurios, sondern auch äußerst kompliziert: In der Nacht auf Freitag erscheint ein 47-jähriger Wiener Taxifahrer auf der Polizeiwache in Euskirchen und zeigt einen nicht alltäglichen Leistungsbetrug an.

Nach seiner Schilderung holte er am 10. Oktober mit seinem Taxi einen ihm aus der Vergangenheit bekannten Mann in Monte Carlo ab. Auftragsgemäß ging die Fahrt von dort nach Nizza und weiter über Brüssel bis nach London. Von London aus fuhren die beiden weiter nach Zilina in der Slowakei und von dort nach Bad Münstereifel, wo sie gemeinsam zwei Tage in einem Hotel verbrachten. Anschließend ging es nach London, dort sollte die Auftragsfahrt eigentlich enden. Der Fahrgast war laut Polizei aber nicht in der Lage die Rechnung in Höhe von 18.000 Euro zu bezahlen.

Das Geld befinde sich auf einer Bank in Mexiko, sagte er dem Taxifahrer. Also vereinbarten die beiden, gemeinsam nach Mexiko zu fliegen, um dort die Taxirechnung zu begleichen. In Cancun (Mexiko) trennten sich dann die gemeinsamen Wege und der Fahrgast setzte sich von einem Hotel aus ohne Bezahlung ab. Erst nach Kontaktaufnahme mit seiner Ehefrau und einem Geldtransfer für den Rückflug konnte der Taxifahrer die Heimreise antreten. Diese führte ihn dann noch nach Toronto und weiter über Island zurück nach London. Von hier aus konnte er dann wieder mit seinem Taxi weiterfahren.

Klingt alles ziemlich kurios, doch die Polizei Euskirchen geht davon aus, dass die Geschichte des Mannes der Wahrheit entspricht. "Er erzählte sehr detailliert und glaubhaft, zumal er offiziell Strafanzeige erstattete. Wäre die Geschichte erfunden, würde er sich wegen Vortäuschens einer Straftat selbst strafbar machen", sagte Polizeisprecher Lothar Willems gegenüber der Bild. Und weiter: "Wir haben nur eine Personenbeschreibung, den Namen des Mannes kennt er leider nicht. Wir müssen sehen, inwieweit eine Öffentlichkeitsfahndung in Frage kommt."


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