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"110% Wahlbeteiligung": Panne in Emt­mannsberg

Besorgte Bürger entdecken vermeintlichen Fehler - Verwaltungsgemeinschaft klärt auf - 17.09.2013 14:54 Uhr

Die Angaben zur Wahlbeteiligung auf der Homepage der Stadt Bayreuth haben für einige Verwirrung gesorgt. © dapd


Die Gemeinde Emt­mannsberg im Landkreis Bayreuth kann eine Wahlbeteiligung von 110,84 Prozent vorweisen. Gibt’s nicht? Gibt es sehr wohl, sagt Geschäftsstellenleiter Klaus Bauer. Denn das rund 1200 Einwohner zäh­lende Emtmannsberg bildet auf Anordnung des Bayreuther Stimm­kreisleiters zusammen mit den beiden selbstständigen Gemeinden Kirchen­pingarten und Seybothenreuth einen gemeinsamen Briefwahlbezirk.

Die Briefwähler werden beim End­ergebnis jedoch allein Emtmannsberg zugerechnet, und so kommt es, dass es dort 858 Stimmberechtigte gibt, aber tatsächlich 951 Frauen und Männer gewählt haben. In früheren Jahren sei diese Besonderheit gar nicht groß auf­gefallen, sagt Bauer, da die Zahl der Briefwähler stets niedriger lag und die Wahlbeteiligung damit nie auch nur annähernd 100 Prozent erreichte.

Bei der Bundestagswahl werden alle drei Gemeinden wieder getrennte Briefwahlbezirke haben, versicherte Bauer, dann sei diese Besonderheit zum Tisch.

Die Stadt Fürth machte am Dienstag lan­desweit von sich reden. Wegen Compu­terproblemen gelang es ihr den gan­zen Tag nicht, ihre Zweitstimmen-Er­gebnisse für die Listenkandidaten zum Landtag an den Landeswahllei­ter nach München zu melden. Dort wartete man dringend auf die Zahlen, um festzustellen, welche Kandidaten von SPD, den Grünen und den Freien Wähler nun tatsächlich den Sprung ins Maximilianeum geschafft haben.

Vor allem SPD-Kandidaten muss­ten bis zum Abend zittern, weil nicht klar war, wer von ihnen tatsächlich die meisten Zweitstimmen ergattert hat. Doch der Fürther Computer ging in die Knie, sobald die Ergebnisse aus Zirndorf, Oberasbach und Stein einge­geben wurden — die drei Städte aus dem Landkreis gehören jetzt zum Stimmbezirk der Stadt Fürth.

In Betzenstein erhielten die Wähler am Sonntagvormittag gar nicht erst alle Stimmzettel.

In München wiederum konnte man nicht sagen, ob die Datenübermitt­lung per Telefon oder Fax möglich wäre. Üblich sei die elektronische Ein­gabe, hieß es nur. Dann endlich trudel­ten die Zahlen ein.

  

Elke Graßer-Reitzner

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