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118 haben abgeschlossen: Abifeier des Leibniz-Gymnasium

"Raus aus der Kreidezeit" war der diesjährige Abispruch - 30.06.2018 14:29 Uhr

Festlich gekleidet und fertig mit der Schule. 118 Schüler freuten sich über ihr bestandenes Abitur. © Röll


Die Abiturientinnen in schicken Kleidern, die Abiturienten in edlen Anzügen. So versammelte sich die Abschlussklasse des Leibniz Gymnasiums vor der Laurentiuskirche, um das Abiturzeugnis entgegenzunehmen.

Die Abiturienten zogen in Zweierreihen durch den Mitteleingang in die Kirche ein, verfolgt von einer Kamera, deren Bild auf eine Leinwand und an die Kirchendecke projiziert wurde. Die Filmstars nahmen Platz und die ersten Reden begannen, nachdem das Moderatorenduo Julia Glover und Janik Meyer die Gäste begrüßte hatte, unter ihnen Landrat Armin Kroder und Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer.

Stolz wie ein Fußballtrainer

Oberstufenkoordinatorin Elke Neudert sorgte für den ersten Lacher der Veranstaltung. Sie sei stolz auf ihren ersten Abiturjahrgang, wie ein Trainer beim Fußball. "Ich darf das sagen", rechtfertigt Neudert: "Unsere Mannschaft hat nämlich gewonnen." Von 132 Startern zu Beginn der elften Klasse waren "elf Mannschaften mit jeweils elf Spielern" (121) bei den Abiturprüfungen dabei. Nur drei "schafften den Aufstieg in die nächste Liga nicht". Eine Durchfallquote von 2,5 Prozent auf die Schüler und Lehrer stolz sein können, so Neudert – trotz "teils lässiger Interpretation der Trainingszeiten". Insgesamt erreichten zehn Schüler einen Durchschnitt von 1,5 oder besser. Auch den Jahrgangsdurchschnitt von 2,33 huldigte sie als "tolle Leistung".

Mathe, Medizin und Architektur

Zwischen den Reden unterhielten die Abiturienten mit Musik. Das Highlight war das Lied "4 Chords" des Abichors. Ein Mashup, ein Misch-Masch, aus mehreren Liedern, die alle in ein Lied zusammengefasst wurden. Von "Paparazzi" von Lady Gaga über "I`m Yours" von Jason Mraz bis "Take me Home, Country Roads" von John Denver war alles dabei. Komponiert wurde das Stück von Philip Holzmann, der mit einem Durchschnitt von 1,0 auch der Jahrgangsbeste war. Dicht auf den Fersen waren ihm Ben Geisinger (1,1), Kristina Hofmann (1,2), Hannah Tochtermann (1,2) und Tobias Bitzenbauer (1,2). Die meisten der fünf Überflieger haben schon einen sehr konkreten Plan.

Holzmann wird ab Oktober Mathe in Erlangen studieren, Hofmann Medizin, Geisinger hat schon den Eignungstest für das Architekturstudium in Nürnberg im Hinterkopf, während Bitzenbauer in Frankfurt ein Duales Studium bei der deutschen Bank beginnt. Tochtermann möchte sich hingegen ein Jahr Pause gönnen: Praktika beim Psychologen und der Requisite im Theater sind neben Urlauben ihr Plan, um den eigenen Horizont nach dem Ende der Kreidezeit zu erweitern.

Das Ende der Kreidezeit bedeutet für Schulleiterin Dr. Konstanze Seutter auch den Anfang einer ganz neuen Phase, in der die jungen Erwachsenen "Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen müssen". "Wie wird die Arbeit von morgen aussehen? Die Arbeit, die ihr verrichten werdet?" fragt sie und erklärt, dass der Arbeitsmarkt von vier entscheidenden Faktoren geprägt werde. Digitalisierung, Globalisierung, demografischer und gesellschaftlicher Wandel. Punkte, in denen sie keine Probleme sondern "neue Möglichkeiten und gute Aussichten" für ihre Schüler sehe.

Für Seutter war es die erste Abiturrede am Leibniz. Bereits beim ersten Gespräch mit den Oberstufensprechern sei sie begeistert von der Gesprächsfähigkeit des Jahrgangs gewesen. Die Schüler seien an sie in Sachen Abistreich herangetreten, um die eigenen Vorstellungen umsetzen zu können. Nach dem Verkehrschaos beim Abistreich im vergangenen Jahr blieb heuer alles im grünen Bereich. Den Eltern wünschte Seutter zum Abschluss viel Glück und gutes Loslassenkönnen.

"Lasst euch nicht stressen"

Loslassen müssen auch die Abiturienten. "Es ist schade, dass wir unsere Freunde nicht mehr jeden Tag sehen", sagt Franziska Gmehling, die gemeinsam mit Maximilian Greger die Abiturrede hielt. Beide erinnerten an tolle Planungen in der SMV und an Klassenfahrten, die mal mehr, mal weniger dem schulischen Zweck dienten. "Sie wurden laut, zickig und unerträglich", sagt Gmehling und fügte hinzu, dass hierbei nicht von Schülern sondern den Lehrern die Rede sei. Für die nachfolgenden Klassen hatte sie noch einen Rat: "Lasst euch nicht stressen, das Abi schreibt sich von allein", während sie den Abiturienten den Rat gab: "Geht euren Weg und lebt eure Träume. Wir sehen uns – spätestens auf der Party heute Abend." 

Lukas Herold

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