Mittwoch, 21.11.2018

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Birkensee: Wasserwirtschaftsamt rät weiter vom Baden ab

Belastung des Gewässers ist nach wie vor hoch - weitere Proben nötig - 07.04.2017 11:55 Uhr

Der Birkensee östlich von Nürnberg ist noch immer so mit Schadstoffen belastet, dass das Wasserwirtschaftsamt weiterhin vom Baden abrät. (Archivbild) © Michael Matejka


Die Hoffnung auf ungetrübtes Badevergnügen im beliebten Birkensee hat sich vorerst zerschlagen: Wie das Wasserwirtschaftsamt (WWA) meldet, registrieren Messstellen in dem Gewässer nach wie vor Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), weswegen das Amt auch in diesem Jahr vorsorglich empfiehlt, auf das Baden zu verzichten. An einer Sanierung des Sees führt also kein Weg vorbei.

Wie das potenziell krebserregende Perfluoroctansulfonat in den See und in das oberflächennahe Grundwasser gelangt ist, ist noch immer unklar. Wie das WWA in einer Pressemitteilung schreibt, habe aber ein Kreisrat der Grünen, Eckart Paetzold, einen Verdacht: Paetzold glaubt sich zu erinnern, dass vor mindestens 15 Jahren ein Nürnberger Unternehmen illegal Galvanik-Abfälle entlang der Autobahnen entsorgt habe. Ein Verdacht, dem Landrats- und Wasserwirtschaftsamt nun nachgehen werden.

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Giftige Tenside im Birkensee: Tiefe Suche nach der Ursache

Das Wasser hat eine Temperatur von 6,7 Grad, das menschliche Auge kann in dem See kaum etwas wahrnehmen. "Man muss fühlen", sagt Diplombiologe Robert Marc Lehmann. Gemeinsam mit seinem Team untersucht er im November 2015 den Birkensee, um die Ursache für die giftigen Tenside im Wasser zu finden.


  

cu

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