Dienstag, 20.11.2018

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"O'pflanzt is!": Ein Hoch auf das Hochbeet

Wie der Start in die neue Gartensaison gelingt - Tipps für den Anbau - 27.03.2018 18:16 Uhr

Im Kreislehrgarten Ezelsdorf: Breite und Höhe entscheiden, ob ein Hochbeet gelingt. Die Länge richtet sich nach dem eigenen Platzbedarf. © Renner


Experten des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege geben Ratschläge, wie der Start in die neue Gartensaison am besten gelingt. Thema diesmal: Hochbeete. Wer Lust am Gärtnern hat, sich dabei aber nicht mehr bücken mag oder kann, für den sind Hochbeete genau das Richtige. 

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Durch ihre erhöhte Arbeitsfläche ermöglichen sie ein rückenfreundliches Arbeiten und erleichtern sämtliche Pflanz- und Pflegemaßnahmen. Vereinfacht gesagt sind Hochbeete mit Erde gefüllte, nach unten und oben offene Kästen. In den einschlägigen Fachzeitschriften werden inzwischen viele Modelle aus Holz, Kunststoff oder Metall angeboten. 

Hier bestimmt die Art und Qualität des verwendeten Materials die Stabilität, die Lebensdauer und leider auch den Preis. Dabei sollte vor allem auch auf sinnvolle Abmessungen geachtet werden. Praxisgerecht sind Hochbeete von 70 bis 90 Zentimeter Höhe und 100 bis 120 Zentimeter Breite – je nach Körpergröße.

Auf Lärche oder Douglasie zurückgreifen

Die Länge ist nicht so entscheidend und kann dem vorhandenen Platzbedarf angepasst werden. Beim Selbstbau empfiehlt es sich, hauptsächlich auf nicht imprägnierte, aber verrottungsbeständige Holzarten wie Lärche oder Douglasie zurückzugreifen. Besonders ist auf stabile Eckverbindungen aus Kanthölzern oder Metallprofilen zu achten, da hier die höchste Belastung auftritt.

Durch eine Auskleidung mit Teichfolie oder einer im Baustoffhandel erhältlichen Noppenbahn wird der direkte Kontakt zwischen Holz und Erde verhindert und so die Lebensdauer wesentlich erhöht. Für Wühlmäuse sind Hochbeete auf den ersten Blick zwar ein Eldorado. Durch eine sorgfältige Auskleidung des Bodens mit einem feinmaschigen Gitter lassen sie sich aber aussperren.

Reisig und holziges Schnittmaterial

Die klassische Füllung für den Gemüseanbau wird in mehreren Lagen vorgenommen. Reisig und holziges Schnittmaterial bilden die unterste Schicht und fungieren als Drainage. Jetzt im Frühjahr anfallende Schnittabfälle lassen sich auf diese Weise gut verwerten und brauchen nicht anderweitig entsorgt zu werden.

Anschließend werden Laub, umgedrehte Rasensoden und Rohkompost aufgebracht. Die oberste Schicht bildet eine Mischung aus Gartenerde und Reifkompost. Mit der einsetzenden Verrottung der organischen Füllstoffe werden wertvolle Nährstoffe in großer Menge freigesetzt.

Vorwiegend sogenannte Starkzehrer anbauen

Im ersten Jahr sollten deshalb vorwiegend sogenannte Starkzehrer wie Kohlarten, Tomaten oder Gurken angebaut werden. Die Verrottungswärme und die Besonnung der Seitenwände führen zu einer raschen Bodenerwärmung im Frühjahr und fördern das Pflanzenwachstum zusätzlich.

Auf die Einhaltung von ausreichenden Pflanzabständen ist deshalb besonders zu achten. In der Folgezeit kann ein Anbau von allen Gemüsearten nach den bewährten Regeln der Mischkultur erfolgen. Wenn auch die Anlage eines Hochbeetes anfänglich mit Kosten und Arbeit verbunden ist, verspricht es doch für viele Jahre reiche Ernten und überzeugt durch leichtes Gärtnern auf Augenhöhe.

Nähere Info zum Thema Hochbeet erteilt die Kreisfachberatung für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt unter Telefon 09123/950-6531 und -6532. Mehr Infos gibt es auch hier.   

Hans-Peter Renner

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