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Montag, 19.11.2018

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Schulen und Haushalt: Bürgerversammlung in Ezelsdorf

Neues von der Perle des Schwarzachtals - Gemeinde "nahezu schuldenfrei" - 26.10.2017 18:34 Uhr

Bürgermeister Heinz Meyer (links) bei seinem Vortrag und die Verwaltungsmitglieder (von rechts) Elke Leser (Marketing), Heinz Rupprecht (Kämmerei), Roland Schmucker (Bauamt) und Johannes Strobel (Hauptamt). © Spandler


Bürgermeister Heinz Meyer ging auf die Bevölkerungsentwicklung ein, die mit 11.386 einen leichten Zuwachs verzeichnet, zurück gingen im laufenden Jahr allerdings die Eheschließungen, Geburten und Bauanträge. Der Haushalt mit 27,3 Millionen Euro sei geordnet, die Gemeinde "nahezu schuldenfrei". Zwar wurde dieses Jahr Geld aufgenommen, um Bauland zu beschaffen, doch da dieses dann wieder vermarktet wird, handele es sich nur um eine vorübergehende und keine eigentliche Verschuldung.

Baulandbeschaffung und -ausweisung war im übrigen ein Thema, das sich durch die gesamte Veranstaltung zog, war man doch sichtlich froh, nach längerer Zeit endlich wieder neue Baugebiete in Burgthann, Mimberg und Ezelsdorf in Aussicht stellen zu können. Weitere Themen waren Schulen und Kinderbetreuung. In Burgthann gebe es heuer wieder drei erste Klassen, der Schulverbund mit Postbauer-Heng bestünde unter etwas veränderten Vorzeichen weiter fort, der Hortanbau an der Grundschule Burgthann werde im Januar 2018 fertig gestellt werden, verkündete der Gemeindechef. Der Rewe-Markt in der Mimberger Straße wird in den nächsten Wochen eröffnet, kleinere Maßnahmen an der Burg wurden durchgeführt und in Unterferrieden ein Beachvolleyballplatz errichtet.

Probleme mit der Deutschen Bahn

Für das kommende Jahre sind weitere Projekte in den angesprochenen Bereichen geplant. So werde es einen Anbau für den integrativen Kindergarten in Oberferrieden für Sozialräume geben. Mehr Raum nahmen die Sanierung Bahnweg und die geplanten Parkplätze am Bahnhof ein. Es gebe Probleme mit der Deutschen Bahn, weswegen der Ausbau heuer nicht mehr zu schaffen sei. Gleiches gelte für den Gehweg ums Rathaus. Geplant sei die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Ezelsdorf – Buch mit Radweg, ein Projekt, „bei dem sich die nötigen Grunderwerbsgespräche vielversprechend anlassen“, so Meyer. Er wies aber auch darauf hin, dass der Radwegausbau im Ort beitragspflichtig sei.

Ein Radweg von Ezelsdorf nach Postbauer über die neue Brücke sei nicht machbar, dafür werde es einen von der Ortsmitte bis Postbauer geben, resümierte er. Zu den Baugebieten bemerkte er, dass die Gemeinde für das Gebiet Bayernstraße Bauland kaufen, erschließen und auf den Markt bringen will. Die Erschließung soll 2019 durchgeführt werden. Auch in Mimberg entstehen 50 neue Wohneinheiten. Ob es mit einer Erweiterung des Gewerbegebiets Am Breitenstock vorwärts geht, hinge vom Fortschritt beim Grunderwerb ab. Ein Bebauungsplan für weitere Wohnbebauung in der Österreicher Siedlung ist ebenfalls geplant.

Jubiläen mit den Partnern

Ferner sprach der Rathauschef die geplante neue Kläranlage des Kanalisationszweckverbandes Schwarzachgruppe an, die 2021 in Betrieb gehen soll, weil die alte nicht mehr ertüchtigt werden kann. Man rechne mit 20 bis 24 Millionen Euro, erwarte aber einen staatlichen Zuschuss. Die Kosten werden teils über Ausbaubeiträge und teils über Gebühren zu zahlen sein, ein Schlüssel dafür steht noch nicht fest. Der Zusammenschau fehlten auch nicht eine Aufzählung der größeren kulturellen Ereignisse sowie ein Verweis auf die Aktivitäten mit den Partnergemeinden und anstehende Jubiläen mit Chateauponsac und St. Ruprecht in den nächsten Jahren.

Die beiden interkommunalen Zusammenschlüsse AOM (Aktionsbündnis Oberpfalz – Mittelfranken) und Schwarzachtal plus liefen etwas „zäh“, bemerkte Meyer, wobei das AOM derzeit hauptsächlich im Energiebereich aktiv sei, Schwarzachtal plus in der Naherholung. Die Erschließung der Ortsteile mit schnellem Internet sei mehr oder weniger abgeschlossen, ein paar Lücken wurden nochmals ausgeschrieben. Am Ende streifte er noch das Thema Stromtrassen und wies darauf hin, dass die HGÜ-Leitung die Kommune nicht betreffen wird, wohl aber die Aufrüstung der 220-KV-Leitung, die mitten durch Ezelsdorf geht.

Netzbetreiber Tennet wird im Frühjahr darüber informieren. "Zur Aufrüstung sollen Ersatzleitungen gebaut werden, die nach der Maßnahme wieder rückgebaut werden, das geht hier aber nicht", ist sich der Bürgermeister sicher. 

Gisa Spandler

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