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Warum Hoverboards nicht auf Gehwege und Straßen gehören

15-jähriger Schüler war mit seinem Gefährt auf öffentlichem Grund unterwegs - 23.08.2017 15:08 Uhr

Hoverboards werden mit einem Elektromotor betrieben - in Deutschland sind sie im öffentlichen Raum nicht zulässig. © pixabay


Gegen 23.50 Uhr fuhr der Schüler in der Regensburger Straße mit seinem Hoverboard auf einem Gehweg, als ihn die Polizei kontrollierte und die Weiterfahrt sofort untersagte.

Der Grund: Mit dem Fahrzeug darf er nicht im öffentlichem Raum fahren, wo die Straßenverkehrsordnung gilt - also beispielsweise auf der Straße, auf Gehwegen oder öffentlichen Parkplätzen. Hintergrund ist, dass laut Gesetz alle motorbetriebenen Fahrzeuge, die schneller als 6 km/h sind, in Deutschland eine Zulassung oder Betriebserlaubnis (wie zum Beispiel bei einem Mofa) brauchen.

Hoverboards sind nach Angaben der Polizei allerdings grundsätzlich schneller als 15 km/h und gelten deshalb als Kraftfahrzeug. Doch selbst wer sein Hoverboard zulassen möchte, hat derzeit keine Chance. Dafür bräuchte das Gefährt nämlich ein funktionierendes Bremssystem und weitere Schutzausstattung für den "Fahrer".

Eine Ausnahme gilt für die deutlich größeren Segways, denn diese fallen unter die Mobilitätshilfeverordnung. Sie dürfen mit einer Betriebserlaubnis in Deutschland über die Straßen rollen. Hoverboards sind dagegen nur auf Privatgrundstücken zulässig.

Für den 15-jährigen Schüler kommt noch eine weitere Hiobsbotschaft hinzu: Weil das Hoverboard ein mehrspuriges Fahrzeug ist, bräuchte er dafür einen Führerschein der Klasse B. Diesen konnte der 15-Jährige natürlich auch nicht vorweisen, weswegen den Schüler nun eine Anzeige erwartet.


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