Dienstag, 25.09.2018

|

Weißenbrunner "Reichsbürger" schwänzt Gerichtstermin

Mann muss in Untersuchungshaft - Er zahlte Rundfunkgebühren nicht - 11.05.2017 10:31 Uhr

Der "Reichsbürger" hatte über einen längeren Zeitraum keine Rundfunkgebühren gezahlt. © dpa


Der Staatsanwalt hat gegen den Mann Haftbefehl beantragt. Die Zugehörigkeit zu den "Reichsbürgern" macht den Fall für die Justiz besonders brisant. Am Amtsgericht waren sowohl der Eingang als auch der Bereich vor dem Sitzungssaal besonders gesichert. Zuhörer und Teilnehmer an der Verhandlung mussten zwei Sicherheitsschleusen passieren.

Zur Last gelegt wurde dem Weißenbrunner räuberische Erpressung. Als Zeugen waren eine Gerichtsvollzieherin und ein Beamter der Polizei in Altdorf vor Gericht erschienen. Zur Schilderung der Vorfälle, die zur Anzeige führten, kam es aber nicht mehr, weil der Richter die Verhandlung wegen Nichterscheinens des Angeklagten nicht beginnen konnte. Am Rande wurde bekannt, dass der Weißenbrunner über einen langen Zeitraum seine Rundfunkgebühren nicht gezahlt hatte und es zu einer Konfrontation kam, als eine Gerichtsvollzieherin das Geld bei ihm eintreiben wollte.

Bilderstrecke zum Thema

BRD-GmbH & Co.: Das krude Weltbild der Reichsbürger

Die Bundesrepublik Deutschland, so wie wir sie kennen, ist kein souveräner Staat und existiert eigentlich überhaupt nicht - das ist die Sichtweise der Reichsbürger. Doch um was genau geht es eigentlich bei dieser Verschwörungstheorie?


Der Weißenbrunner "Reichsbürger" muss in Untersuchungshaft, wenn er festgenommen wird. Dann wird er solange in Haft bleiben, bis ein neuer Gerichtstermin fest steht. Dass er nicht vor Gericht erscheinen würde, hatte der Mann einen Tag vor dem Termin telefonisch dem Amtsgericht angekündigt. Der Richter betonte, dass das Gericht trotz dieser Ankündigung die Verhandlung ansetzen musste. 

Alex Blinten

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Weißenbrunn