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Donnerstag, 20.09.2018

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Wie das Altdorfer Altstadtfest attraktiver werden soll

Thema im Kulturausschuss - Mit neuem Konzept gegen den Publikumsschwund - 14.02.2018 11:44 Uhr

Viel Publikum vor der Bühne am Oberen Tor, als die Band Dillberg spielte: Samstags kommen die Leute in die Altdorfer Innenstadt, sonntags klagen die ausrichtenden Vereine über mangelndes Interesse. © Blinten


Das Altstadtfest in Altdorf ist immer wieder ein Publikumsmagnet: Samstags kommen die Besucher ins Zentrum der Stadt und lassen es sich bei Musik, gutem Essen und Getränken gut gehen. Das Konzept mit den zwei Bühnen hat sich bewährt. Am Sonntag allerdings bleiben nachmittags die Gäste aus. Irgendwie scheint dann die Luft raus zu sein. Das berichteten die Vertreter der ausrichtenden Vereine in einem Gespräch mit Kulturamtsleiterin Anke Dietz. Deshalb ihr Vorschlag: Künftig sollte das Fest bereits am Sonntagmittag schließen.

Die Vereine haben am Festwochenende viel zu tun mit Aufbauen, Getränke- und Essenverkauf. Bislang waren die Stände sonntags immer bis 18 Uhr auf. Während die Gäste dann nach Hause gehen können, fängt für die Verantwortlichen der Vereine die Arbeit erst an. Jetzt muss nämlich abgebaut und auf dem Marktplatz aufgeräumt werden. Mit großer Begeisterung sind viele Vereinsmitglieder da nicht mehr bei der Sache, wenn der Nachmittag schlecht gelaufen und nur noch wenige Gäste vorbeigekommen sind. Feierabend haben viele Organisatoren oft erst nach 22 Uhr, wenn endlich alles zusammen gepackt und sauber gemacht ist.

Woran hapert es? Jetzt fragen sich die Altdorfer Stadträte im Kulturausschuss, woran es in Altdorf hapert, dass sonntags so wenige Leute kommen. In Lauf und in Hersbruck werden auch Stadtfeste gefeiert – immer mit großem Publikumsandrang an allen Veranstaltungstagen. Muss man in Altdorf vielleicht das Konzept ändern? Für Bürgermeister Erich Odörfer ist zunächst einmal wichtig, dass das Altstadtfest ja ein Fest der Vereine ist, die es gemeinsam ausrichten. Deshalb ist er sich mit den Vertretern aller Fraktionen einig, dass man auch auf deren Vorschlag eingehen muss, die Öffnungszeit für den Sonntag auf 14 Uhr zu verkürzen. "Es sind ja die Vereine, die das ganze stemmen", kommentiert Dr. Peter Wack (FW/UNA).

Was ist das Erfolgsrezept für Stadtfeste? 

Das will Martin Tabor nicht. Der Fraktionschef der Altdorfer SPD will vielmehr für das nächste Altstadtfest "größer denken". Andere Gruppen sollen, wenn es nach Tabor geht, neben den Vereinen bei der Ausrichtung mit ins Boot. "Wir müssen das Fest weiter öffnen." Wie das gehen könnte, skizziert Dr. Bernd Eckstein (CSU): Die ausrichtenden Vereine könnten das Fest doch in Kooperation mit den Geschäftsleuten am Markt, insbesondere mit der Gastronomie organisieren. In Lauf und Hersbruck funktioniert das so, und vielleicht ist das ja das Erfolgsrezept für die dortigen Stadtfeste. Lauf stellt immerhin ein dreitägiges Fest auf die Beine, bei dem man nie über Publikumsmangel klagen muss.

In welche Richtung man nun in Altdorf weiter marschiert, soll nun in einem Gespräch im Herbst geklärt werden. Auf Vorschlag von Karin Völkl (SPD) werden daran neben Vereinsvertretern, der Kulturamtsleiterin und Mitgliedern des Kulturausschusses auch Künstler teilnehmen, die das Altstadtfest mitgestalten. Darüber gibt es Einigkeit im Altdorfer Kulturausschuss.

In diesem Jahr findet das Fest wegen der Wallensteinfestspiele nicht statt, sodass man nicht unter Zeitdruck steht. Für 2019 soll der Wunsch der Vereine nach einer verkürzten Öffnungszeit am Sonntag beachtet werden. Anderer Termin? Im Jahr darauf dann könnte das Altstadtfest mit einem neuen Konzept starten. Vielleicht einigt man sich dann auf einen anderen Termin im Juli. Karlheinz Gottschalk (CSU) erinnert daran, dass am Festwochenende Anfang Juli große Konkurrenzveranstaltungen in der Nachbarschaft stattfinden. 

Alex Blinten

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