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Mittwoch, 25.04.2018

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Wo fällt der Fladen hin? Erstes Kuhbingo in Gersdorf

Stammtisch feiert Jubiläum mit Live-Musik und lustig, spannendem Spiel - 12.09.2017 10:56 Uhr

Molli (links) und Sissi (rechts) grasen mit ihren Kälbern auf dem Spielfeld. © Erich Spieß


Sonntagnachmittag, kurz vor 14 Uhr, Premiere für das Erste Gersdorfer Kuhbingo: Die beiden Mutterkühe mit ihren Kälber sollten sich erst entspannt mit der umzäunten Wiese vertraut machen können. Dabei hatten die Veranstalter an alles gedacht: Schilder waren aufgestellt mit Hinweisen, dass man sich im Zuschauerbereich ruhig verhalten soll, Hunde waren nicht erlaubt. Denn die Kühe sollten keinerlei Stress ausgeliefert werden.

Auch die Schiedsrichter mit ihren Mess-Helfern erledigten ihre Aufgabe genau auf den Punkt – das ist der kleine, dunkle Fleck. © Erich Spieß


Deshalb hatte man auch Tiere ausgewählt, die das ganze Jahr über auf der Weide leben, innerhalb umzäunter Bereiche grasen und Menschen gewohnt sind. Bei der dreijährigen Sissi und der vierjährigen Molly mit ihren Kälbern handelte es sich um Kreuzungen zwischen Fleckvieh und Limousin-Rindern vom Biohof Schmoll in Pühlheim, die das Jahr über auf verschiedenen Weiden in der Region mit etwa 50 Artgenossen weiden.

Minute 29: Sissi erlöst Zuschauer

Die Tiere grasten von der ersten Minute der vorgegebenen Zeit an völlig entspannt – doch das erhoffte Ereignis wollte nicht eintreten: der mit Spannung erwartete erste Kuhfladen. Denn darum geht es beim Kuhbingo. Das 16 mal 12,5 Meter messende Geviert war am Rand in Buchstaben- und Zahlenreihen eingeteilt. Gewinner war der, dessen Quadrat als erstes verziert, das heißt vom ersten Kuhfladen markiert wurde.

Als Frist waren 30 Minuten vorgegeben und der Moderator musste sage und schreibe 29 Minuten mit interessanten Informationen zu den Tieren und ihrer nährstoffreichen und energiespendenden Hinterlassenschaft überbrücken, bis es endlich so weit war: Eine Minute vor dem Ende erlöste Sissi die 800 mit Fünf-Euro-Losen ausgestatteten Bingo-Spieler.

Anschließend ermittelten drei Schiedsrichter, darunter die Leinburger Bürgermeister Joachim Lang und Manfred Räbel, die genaue Position: Exakt im Planquadrat B 21 hatte sie – immer noch völlig entspannt – ihr Geschäft erledigt und machte den Besitzer von Los-Nummer 153 um 500 Euro reicher. 

Erich Spieß

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