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Anke Friedl stürmt die Zugspitze für den LAC Quelle Fürth

Studentin aus Oberasbach beeindruckt bei Zugspitz Trailrun Challenge - 27.07.2016 07:19 Uhr

Verausgaben vor malerischer Kulisse: Der Zugspitz Trailrun Challenge verlangte den Teilnehmern alles ab. © Peter Ehler


Schon am Vortag war die junge Sportlerin vom LAC Quelle Fürth zum Auftakt der Zugspitz Trailrun Challenge in Garmisch-Partenkirchen auf dem Treppchen gestanden und belegte bei dem Hindernislauf durch die Fußgängerzone und den Kurpark hinter der Wallgauerin Melanie Albrecht und Biathlon Weltmeisterin Laura Dahlmeier Rang drei.

Beim Halbmarathon am Sonntag über 23 Kilometern und einer Höhendifferenz von nochmals über 1000 Höhenmetern war dann mit Platz elf die Luft für die in Erlangen studierende Sportlerin "aus". "Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder mit am Start", freute sich Anke Friedl und zeigte sich begeistert von der dreitägigen Zugspitz Trailrun Challenge. Auch wenn es für die vielen ambitionierten Läufer beim härtesten Berglauf Deutschlands einen kleinen Wermutstropfen gab. Wie im Vorjahr - als der spektakuläre Aufstieg auf den Gipfel wegen Schnee nicht zu überwinden war - musste diesmal wegen einer Gewitterwarnung der finale Abschnitt ausfallen.

Schließlich sind am letzten Grat viele Abschnitte mit Eisen und Drahtseil fixiert. Die Sicherheit ging daher vor, benötigen viele Läufer auf die Distanz von 1000 Metern oftmals noch bis zu einer Stunde, während auf ebener Strecke nur wenige Minuten dafür notwendig wären. Denn mit einem Höhenunterschied von nochmals 400 Metern macht der finale Anstieg den eigentlichen Reiz des Berglaufes aus. Selbst für versierte Tourengeher ist der Anstieg auf den Gipfel meist eine Tagestour.

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Härtester Marathon Deutschlands: Oberasbacherin stürmt Zugspitze

Es ist der härteste Marathon Deutschlands: Der bislang einzige Ultramarathon auf den Gipfel der Zugspitze mit 43,5 Kilometern und 3.965 Höhenmetern im Aufstieg und der Berglauf mit 16 Kilometern und 2.195 Höhenmetern fordern von den Teilnehmern des Zugspitz Trailrun Challenge sportliche Höchstleistungen ab. Dieses Jahr stürmte Anke Friedl aus Oberasbach für den LAC Quelle Fürth den Gipfel.


Bei den Männern überquerte nach 1:52.33,8 Stunden der Lenggrieser Andreas Seewald den Zielbogen, gefolgt von dem Südtiroler Christian Moser (2:00.09,8 Stunden) und dem Ruhpoldinger Hannes Namberger (2:04.52,1 Stunden). Den Marathon über 42,5 Kilometer und 3594 Höhenmetern dominierte der Freiburger Nationalmannschaftsläufer Lukas Nägele bei den Männern. Er hatte nach 5:22.44,5 Stunden am Ende mehr als 20 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Schweizer Ralf Birchmeier (5:42.51 Stunden), der bei Kilometer zwölf gestürzt war und sich trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung ins Ziel gekämpft hatte.

Bei den Frauen gab's nach der verletzungsbedingten Absage von Vorjahressiegerin Maria Koller indes einen Überraschungserfolg durch die US-Amerikanerin Dreama Walton. Die gebürtige Texanerin und bei Kaiserslautern lebende Walton erreichte das Ziel nach 7:27.46,3 Stunden. "Es war einfach aufregend und spannend. Ich liebe diese Gegend. Es war aber auch so hart", konnte die 35-Jährige, die mit Ehemann und ihrem einjährigen Sohn angereist war, ihren Erfolg gar nicht fassen.

Anke Friedl aus Oberasbach will auch nächstes Jahr wieder am Zugspitz Trailrun Challenge teilnehmen. © Peter Ehler


Die Zugspitz Trailrun Challenge hat ihrem Namen als höchster und härtester Marathon Deutschland alle Ehre gemacht. Aufgrund einiger Wetterkapriolen erreichten von 307 gestarteten Marathon-Teilnehmern nur 199 Läuferinnen und Läufer das Ziel am SonnAlpin. Beim Berglauf standen 360 Bergläufer in Ehrwald, auf der österreichischen Seite des Grenzberges am Start, auf dem Zugspitzplatt in einer Höhe von 2562 Meter konnten 357 davon das Rennen erfolgreich beenden. Auch das Zeitlimit bei der Ehrwalder Alm nach 33 Kilometern musste deshalb nach vorne verlegt werden.

Der Bad Lauterberger Sören Leistner will wie viele Starter 2017 wiederkommen. Der pensionierte Lehrer war mit 72 Jahren ältester Starter. Zeit spielte auch für Billi Bierling aus Garmisch-Partenkirchen keine Rolle. Zusammen mit dem Engländer Richard Bull war die Mount Everest-Bezwingerin aus Kathmandu nach Ehrwald gekommen. Und hatte die Anreise kein Stück bereut.

"Das war insgesamt eine vollkommen gelungene Veranstaltung. Auch die Verkürzung der Strecken aufgrund der Gewitterwarnung war absolut richtig. Und das Finale in Ehrwald war eine echte Belohnung, es passte einfach alles. Das Wetter und die tolle Resonanz. Allein auf der Kurzstrecke haben wir noch Luft nach oben", kommentierte Petra Faune, die Geschäftsführerin der Tiroler Zugspitzarena die Zugspitz Trail-Challenge. 

Peter Ehler/pm

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