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Samstag, 22.09.2018

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Flüchtlinge in Lkw-Container bei Ansbach entdeckt

Reisende wohl mehrere Tage ohne Wasser und Nahrung versteckt gewesen - 12.01.2018 14:34 Uhr

Weil der Fahrer bei einer Pause Klopfgeräusche aus dem Inneren seines Lkws hörte, alarmierte er die Polizei. Die Beamten stießen dann auf sechs Flüchtlinge, die möglicherweise tausende Kilometer im Container mitgereist waren. © NEWS5 / Grundmann


Der Fahrer bat deswegen einen Kollegen, die Polizei zu verständigen. Diese rückte mit mehreren Streifenwagen der Verkehrspolizei Feucht an. Zusätzlich begab sich auch ein größeres Aufgebot an Rettungskräften zu dem in Fahrtrichtung Heilbronn gelegenen Parkplatz. Die Einsatzkräfte öffneten den verschlossenen Laster und entdeckten hinter mehreren beladenen Paletten sechs Flüchtlinge. Sie waren 1200 Kilometer in dem Fahrzeug mitgereist - und das bei den winterlichen Temperaturen. Der Lastwagenfahrer war von der Türkei aus auf dem Weg durch Deutschland gewesen.

Drei der Männer kommen eigenen Angaben zufolge aus Afghanistan, Pakistan und Marokko. Ob dies stimmt, muss noch geklärt werden. Ersten Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, dass sich die Männer in Serbien Zugang zur Ladefläche verschafften. Dabei hatten sie zwei Tage weder Licht noch Nahrungsmittel und Wasser. Dementsprechend war auch ihr gesundheitlicher Zustand: Sie waren stark dehydriert und mussten medizinisch behandelt werden. Sie wurden vorsorgehalber in Krankenhäuser gebracht. Die Flüchtlinge äußerten, dass sie in Deutschland Asyl beantragen wollen. 

Die Polizei prüft auch, ob der Lkw-Fahrer wirklich nichts von seiner Fracht wusste. Bei ersten Befragungen zeigte er sich erschrocken über den Fund der blinden Passagiere. Kriminaltechnische Untersuchungen sollen nun ergeben, ob die Plombe, die den Frachtcontainer verschlossen hatte, unbeschädigt war und wie es den Flüchtlingen gelingen konnte, auf die Ladefläche zu klettern.


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mch

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