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Josef Göppel holt Direktmandat im Wahlkreis Ansbach

Keine Überraschungen: CSU-Kandidat siegt deutlich mit 53,33 Prozent - 22.09.2013 22:16 Uhr

Josef Göppel hat gut Lachen: Der Christdemokrat hat es erneut für den Wahlkreis Ansbach in den Bundestag geschafft. © Heinz Wraneschitz bildtext.de


Ansbach ist der Inbegriff einer schwarzen Hochburg. Seit 22 Jahren konnte keine andere Partei als die CSU ein Direktmandat erringen. Dass das auch so bleiben soll, wird beim Blick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 klar: Die CSU errang bei den Erststimmen 53,33 Prozent und darf ihren Direktkandidaten Josef Göppel erneut in den Bundestag schicken. Die SPD holte am Ende 23,25 Prozent, die Grünen erlangten 5,86 Prozent und 17,54 Prozent gingen an sonstige Parteien.

Von den Zweitstimmen gingen im Wahlkreis Ansbach 47,63 Prozent an die CSU, 22,23 Prozent an die SPD, 8,34 Prozent an die Grünen und 21,80 Prozent an sonstige Parteien.

Von den 242.822 Stimmberechtigten traten 68,6 Prozent an die Urnen.

Es kandidierten:

Josef Göppel für die CSU: Doch Göppel ist kein "normaler" Christsozialer. Besonders setzt sich der 63-Jährige für die Bewahrung der Natur ein - keines der Themen, mit denen die CSU öffentlich wirbt. Als einer der wenigen in der Partei kann sich Göppel gar eine Schwarz-Grüne Koalition vorstellen. Zu seinen politischen Steckenpferden gehört die soziale Gerechtigkeit. Göppel setzt sich dafür ein, besonders für junge Väter und Mütter eine Anpassung des Arbeitslebens zu erwirken. Er ist Familienvater, verheiratet und hat vier Töchter. Ursprünglich stammt Josef Göppel aus Rauenzell bei Ansbach und arbeitete dort 28 Jahre als Förster im Außendienst.

Die wohl größte Herausfordererin, die am CSU-Thron nagen sollte, war Anette Pappler (SPD). "Ich stehe für authentische, soziale und klare Politik", schreibt Pappler selbst auf ihrer Homepage. Sie ist Sozialdemokratin durch und durch. Besonders die Bekämpfung der Ausbildungslosigkeit liegt der 41-Jährigen am Herzen. Auch eine "vernünftige Allterssicherungspolitik, die mit sicheren unbefristeten Arbeitsplätzen und der Einführung eines Mindestlohns beginnt" unterstützt Pappler.

Jung und ambitioniert: das ist Sina Doughan (Die Grünen). Die in Miesbach am Tegernsee geborene Doughan setzt sich für eine faire Frauen- und Genderpolitik sowie Antirassismus ein. Seit Oktober 2011 ist die 24-Jährige Sprecherin der Grünen Jugend. Anfang des Jahres geriet Sina Doughan durch ihre Mitgliedschaft in der "Roten Hilfe" in Kritik. Die "Rote Hilfe" steht im Verdacht, ein Sammelpool für Linksextreme aus der ganzen Bundesrepublik zu sein. Sie gilt laut Verfassungsschutz als linksextrem. Doughan selbst lehne "Gewalt in jeder Form aus tiefer Überzeugung ab". Das erklärte die 24-Jährige gegenüber der FAZ.

Linke Berührpunkte hat Rainer Erdel, der für die FDP antritt, nicht. Über Platz 14 der Landesliste Bayern bei der Bundestagswahl 2008 gelang ihm der Sprung in den Bundestag. Sein Ziel: Mandat verteidigen. Dabei setzt er neben klassisch-liberalen Werten auf die erneuerbaren Energien. Die liegen dem Landwirt und Mitbegründer eines Biomasseheizwerks besonders am Herzen.

Auf Internetpolitik als Wahlkampfthema setzt der Pirat Daniel Gruber. Er plädiert, ganz im Stile einer Netzpartei, für freies Internet, eine tolerante Gesellschaft und gegen Überwachung.

Außerdem kandidieren: Peter Schlegel (Die Linke), Michael Heiß (NPD), Elvira Sandra Enderl (BP), Walter Bruno (Die Violetten), Otto Georg Sparrer (Freie Wähler) Hans-Jürgen Paar (Bündnis 21). 

tl

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