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Rügland: Auffälliger Autofahrer rammt Radfahrerin

Blutuntersuchung lässt auf länger zurückliegenden Drogenkonsum schließen - 17.11.2017 10:03 Uhr

Am Freitag, kurz nach 8 Uhr, wurde in der Eichenstraße eine Radfahrerin von einem Pkw erfasst und verletzt. Die 50-Jährige hielt am Straßenrand an, um aus einem Zeitungskasten eine Zeitung zu entnehmen. Ein 20-jähriger Pkw-Fahrer fuhr an ihr mit zu geringem Seitenabstand vorbei und touchierte sie mit seinem Außenspiegel.

Daraufhin stürzte die Radlerin und verletzte sich so sehr, dass sie stationär im Klinikum behandelt werden musste. Während der Unfallaufnahme wurden bei dem jungen Fahrer drogentypische Erscheinungen festgestellt. Einen angebotenen Drogentest verweigerte er aber. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet, die durch einen Arzt in den Räumen der Polizeiinspektion Ansbach durchgeführt wurde.

Das Ergebnis der Blutuntersuchung erbrachte nun die Gewissheit, dass der 20-Jährige zum Unfallzeitpunkt nicht aktuell unter Drogeneinfluss stand. Allerdings wurden Abbauprodukte nachgewiesen, die auf einen länger zu-rückliegenden Drogenkonsum schließen lassen.

Da durch das Gutachten nun nachgewiesen wurde, dass der 20-Jährige zum Unfallzeitpunkt nicht unter Drogeneinfluss stand, wird sich der Tatvorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs nicht aufrechterhalten lassen, sodass sich der junge Mann letztendlich wegen fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall strafrechtlich zu verantworten hat.

Der Artikel wurde am 17. November 2017 um 10.03 Uhr aktualisiert.


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