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Sonntag, 22.07.2018

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Transporter fährt auf 40-Tonner auf: Fahrer stirbt auf A6

Polizei setzt erstmals Sichtschutzzäune gegen Gaffer ein - 14.09.2017 21:19 Uhr

Die Front, in der der Fahrer des Transporters eingeklemmt wurde, ist völlig demoliert. © ToMa


Wohl wegen des Staus wollte der Fahrer des Transporters auf die rechte Fahrspur wechseln, übersah dabei aber einen Lastwagen, der bereits stand. Mit seinem Fiat krachte er in den 40-Tonner, das Fahrzeug wurde dabei komplett demoliert. Der Mann wurde in seinem Führerhaus einklemmt. Er konnte mit schwerem Gerät nur noch tot geborgen werden. Die Polizei geht davon aus, dass der 75-Jährige durch die Wucht des Aufpralls sofort starb. Von weiteren Verletzten sei nichts bekannt.

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Tödlicher Auffahrunfall: Transporter rammt 40-Tonner auf A6

Für den 75-Jährigen kam jede Hilfe zu spät: Ein Transporterfahrer starb am Donnerstagabend, nachdem er mit seinem Fiat auf einen Lastwagen auffuhr. Der Mann übersah wohl ein Stauende. Die Polizei stellte erstmals in Nordbayern Sichtschutzwände gegen Gaffer auf.


Die Unfallstelle blieb über zwei Stunden komplett abgeriegelt, der Verkehr rund um die Anschlussstelle Neuendettelsau in Fahrtrichtung Nürnberg stand still. Weil auch der genaue Hergang unklar ist, berief die Staatsanwaltschaft einen Gutachter an die A6. Er soll den Unfall rekonstruieren.

Neue Sichtschützzäune helfen den Rettern

Um Schaulustige vom Gaffen abzuhalten, stellte die Polizei erstmals in Nordbayern Sichtschutzzäune auf. Innerhalb kürzester Zeit brachte die Autobahndirektion aus Herrieden zehn Absperrelemente an die A6. "Damit bleibt die Pietät gewahrt", sagte ein Sprecher der Feuchter Verkehrspolizei.

Die Zäune helfen den Rettern im Kampf gegen Gaffer, das zeige bereits der erste Einsatz am Donnerstagabend. Man habe deutlich weniger Kräfte gebraucht, sagen Verantwortliche. Der Verkehr floss zügig und flüssig an der Unfallstelle vorbei, ohne das Handys und Kameras gezückt wurden. Beim Aufbau des Sichtschutzzaunes half die Freiwillige Feuerwehr in Neuendettelsau.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Problemen mit der Rettungsgasse. Die Polizei hebt hervor: Diesmal war das anders. Die Retter konnten völlig problemlos an die Unfallstelle vorrücken, sagt der Einsatzleiter der Feuchter Verkehrspolizei.


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