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US-Armee in Ansbach rüstet auf: 73 neue Hubschrauber

Zusätzlich sollen 2000 Soldaten das neunmonatige Rotationssystem durchlaufen - 14.01.2017 13:39 Uhr

Die US-Armee verstärkt ihre Truppenpräsenz in der Region massiv - 73 neue Kampfhubschrauber der Rotationstruppen und 2000 Soldaten sollen ab März kommen. © News5 / Herse


Bereits Ende September 2016 gab die US-Armee bekannt, dass die Armeebasen in Ansbach ihre Truppenstärke dort verdreifachen werde. Nun gibt es konkrete Zahlen bezüglich des Plans, der nicht nur bei der Bürgerinitiative "Etz lang's" für Aufregung sorgt.

Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, beantwortete dem Linken-Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg aus Ansbach schriftlich einige Fragen zu der Aufrüstung: Nach Angaben der US-Regierung werden von März bis November 2017 2000 zusätzliche Soldaten sowie 73 neue Hubschrauber an die Standorte in Katterbach und Illesheim verlegt.

Die Gesamtzahl der US-Truppen an den beiden Standorten soll dennoch variieren, denn die Rotationskräfte, aber auch die Flugmaschinen, sollen in den neun Monaten Ausbildungs- und Übungsvorhaben in Mittel- und Osteuropa unterstützen.

Im Zuge des Manövers "Atlantic Resolve" hatte die US-Armee erst vor kurzem Panzer in Bremerhaven in Empfang genommen. Am Standort in Illesheim werden Ende Februar 26 Hubschrauber im Rahmen des Rotationssystems zurück in die USA verlegt, heißt es in der Erklärung weiter.

Bürgerinitiative höchst besorgt

Die Bürgerinitiative "Etz langt's" zeigt sich in ihrer Pressemitteilung auch über den Modelltyp einiger der neuen Hubschrauber beunruhigt: "24 Chinooks, "die besonders starke Lärm- und Feinstaubemissionen (1.600 Liter JP-8-Kerosin pro Stunde) aufweisen", sollen demnach nach Ansbach verlegt werden. Mit einer neuen Gesamtzahl von 136 Helikoptern ergebe sich für Westmittelfranken ein "historischer Höchststand", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

"Die zusätzlichen Kampfbrigaden machen Ansbach nicht nur zur Drehscheibe für Kriegsgerät in Richtung russischer Grenze", erklärt die Bürgerinitiative weiterhin und spricht auch die Lärmbelästigung für die Anwohner an: "Die US-Armee will vielmehr verstärkt von den laxen Flugbestimmungen vor Ort mit Überflugrechten bis 2 Uhr nachts profitieren, die in den USA im Umgriff bewohnter Gebiete unmöglich wären."

Auch im oberpfälzerischen Grafenwöhr und Hohenfels sind US-Truppen stationiert.

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