Mittwoch, 14.11.2018

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US-Truppen: Keine neuen Helis für Franken - aber 500 Soldaten

Armee hält sich bislang mit verlässlichen Informationen noch zurück - 11.09.2018 05:33 Uhr

Immer wieder knattert das US-Militär mit Helikoptern wie diesem über Franken. © Jaymon Bell/U.S. Army/ dpa


Eine verlässliche Auskunft war am Montag von der US-Armee nicht zu erhalten. Das Standortkommando für Ansbach und Illesheim verwies auf das Hauptquartier der US-Armee für Europa in Wiesbaden. Dieses äußerte sich bislang jedoch nicht auf eine Anfrage der Fränkischen Landeszeitung.


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Richard Grenell, der amerikanischer Botschafter in Berlin, hatte am Freitag eine Erhöhung der Truppenstärke um 1500 Soldaten angekündigt. Derzeit sind in Deutschland rund 35.000 Soldaten seines Landes stationiert, davon 13.000 in Bayern. Rund 1400 zusätzliche Soldaten sollen in den nächsten zwei Jahren in den Freistaat kommen, verteilt auf Ansbach, Grafenwöhr und Hohenfels.

Einheiten operieren ausschließlich am Boden 

Über die genaue Aufteilung zwischen diesen Standorten sei man nicht informiert, erklärte eine Sprecherin der Staatskanzlei in München gestern auf Anfrage. Sicher sei jedoch, dass keine weiteren Hubschrauber nach Ansbach oder Illesheim kommen. Nach Informationen aus Berlin soll ein Bataillon der Flugabwehr nach Ansbach verlegt werden. In der Regel hat ein Bataillon eine Stärke von rund 500 Soldaten. Es soll sich um eine Einheit handeln, die ausschließlich mit Geräten am Boden operiert, um aus relativ kurzer Entfernung angreifende Flugzeuge und Hubschrauber zu orten und abzuschießen.

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann hatte die Entscheidung der US-Streitkräfte begrüßt, ihre Präsenz in Bayern zu erhöhen. Dies sei "ein großer Vertrauensbeweis für Bayern", so Herrmann. Er zeuge von der "gewachsener Stabilität und engen Verbundenheit der bayerisch-amerikanischen Beziehungen".

Nicht zuletzt seien die Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in den Regionen um Ansbach, Grafenwöhr und Hohenfels, erklärte der Minister. Bereits im Februar hatten die Kommandeure der US-Armee in Ansbach und Illesheim in einem FLZ-Interview erklärt, dass sich die Phase der Truppenreduzierung in der Region zu Ende gehe. Derzeit sind in Westmittelfranken knapp 3000 Soldaten stationiert. Dazu kommen rund 2000 Angehörige und Zivilangestellte sowie rund 1000 Rentner, die nach ihrer Armeezeit hier blieben. Die Zahl der Hubschrauber liegt nach Angaben der Armee bei rund 100 Maschinen.

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