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1,80 Meter! Angler ziehen Riesen-Waller aus Hornauer Weiher

Schildkröte als Überraschungsgast - Schaulustige filmen das Spektakel - 05.11.2017 09:16 Uhr

Ein großer Waller – eigentlich Europäischer Wels genannt – kämpft lange gegen die Bad Windsheimer Angler an. Am Ende muss das etwa 1,80 Meter große Tier, so die ersten Schätzungen vor Ort, aber klein beigeben. © Foto: Bastian Lauer


Zuvor war der Großteil des Wassers abgelassen worden, sodass sich am Freitag der gesamte Fischbestand im unteren Bereich des Weihers gesammelt hatte. Mit großen Netzen, die an ihren unteren Enden beschwert sind und dadurch am Boden entlanggezogen werden können, ging es auf die Jagd.

Schritt für Schritt arbeiten sich die Männer durch den Morast. Die Männer packten die Netze und kreisten damit die Fische ein. Langsam und bedächtig. "Das ist eine ganz ruhige Fischerei", sagte Friedrich Barjak, Vorsitzender des Vereins. Es gehe darum, die Tiere nicht aufzuschrecken. Der tiefe Schlamm am Boden tat sein Übriges und kostete den Anglern viel Kraft.

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Eingekreist und gefangen, wurden die Fische an Land gebracht und weiterverteilt: Die Waller kamen in einen nebenliegenden Weiher, alle Karpfen in die Winterung nach Bad Windsheim. Ein Überraschungsgast war eine Schildkröte, für die aber auch ein Plätzchen gefunden wurde. Die Kinder und die schaulustigen Besucher, die das Spektakel vom Ufer aus filmten, bekamen übrigens ihren dicken Fang.

Bei der vierten Runde mit den Netzen erwischte es einen mächtigen Waller, der in keinen Eimer passte und von zwei Fischern per Hand an Land gezerrt wurde. Am Samstag wurde das restliche Wasser abgelassen und die übrigen Fische aus einem Auffangbecken abgefischt. Dann wird der Weiher ausgebaggert und gesäubert.

Schritt für Schritt arbeiten sich die Männer durch den Morast. Mit festem Griff ziehen sie die Schlinge – respektive ihr Netz – enger. Da bleibt kaum ein Entkommen für Karpfen, Waller und andere Fische. Am Ufer filmen Schaulustige das Spektakel, Kinder sind ganz aufgeregt, ob der erhoffte große Fang dabei ist.  

BASTIAN LAUER

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