Montag, 10.12.2018

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800 Füße für mehr Sicherheit auf der Straße

Mitmach-Konzert zur Verkehrserziehung im Kur- und Kongress-Center kommt gut an - 29.11.2018 18:55 Uhr

Georg Ferri Feils, Beate Lambert und Michael Gundlach (von links) machen aus Verkehrserziehung einen großen Spaß für mehr als 400 Kinder im Kur- und Kongress-Center. © Foto: Claudia Lehner


Trockene Themen, wie es scheint, doch für die Kindergarten- und Grundschulkinder im Saal ist es vor allem ein großer Spaß. "Wisst ihr den Weg zu Schule?", fragt Beate Lambert. "Jaaaaa" schallt es donnernd von den 460 Teilnehmern zurück, vorwiegend Kinder mit einigen Erzieher- und Lehrerinnen. "Dann dürft ihr auch mal vorne laufen", findet die Musikpädagogin und leitet damit das Lied "Der Wegbestimmer" ein.

Aus dem ganzen Landkreis sind die Kinder gekommen und viele kennen so manche Lieder schon. Etwa die Hälfte der Hände schnellt nach oben, als Georg Feils fragt, wer denn das Gummibären-Lied kennt und mitsingen will. Viel Mitmachen ist angesagt beim einstündigen Konzert im KKC. Wenn es darum geht, dass sich die Mäusefamilie anschnallt, wird das mit den Fingern demonstriert und mit "ssst" stimmlich untermalt.

Den Anstoß zum Programm "Schau mal, hör mal, mach mal mit" gab vor Jahren der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski. Mit "Rolfs Schulweghitparade" hatte er bereits ein Programm zur Verkehrssicherheit entwickelt und war darauf angesprochen worden, ob er nicht auch etwas für jüngere Kinder machen könne. Zeit hatte Zuckowski damals keine, wie sich Georg Feils erinnert, und habe deshalb ihn und Beate Lambert gefragt. Die schrieben dann Lieder wie "Links und rechts" oder "Der Mausklick", die vor allem für Kindergartenkinder, Erst- und Zweitklässler gedacht sind. Zuckowski unterstütze das Programm noch immer und habe auch den Kontakt zur Aktion Kinder-Unfallhilfe hergestellt, die mit der gemeinnützigen ARCD Verkehrssicherheits-GmbH dafür sorgt, dass Veranstaltungen wie im Kur- und Kongress-Center kostenlos angeboten werden können.

Zum Programm gehört auch eine Schulung für Lehrer und Erzieher am Vortag, wie Feils erklärt. Sie hören die Lieder und erfahren, wie sie diese in der Verkehrserziehung einsetzen können. Am Tag darauf sehen sie, was Feils und Lambert daraus machen und wie gut es ankommt. "Wir sind froh, wenn wir Verkehrserziehung nicht mit dem erhobenen Zeigefinger machen müssen, sondern es spielerisch vermittelt wird", erklärt Christian Wolf. Er ist stellvertretender Generalsekretär des Auto- und Reiseclubs und ein Geschäftsführer der Verkehrsicherheits-GmbH. "Das brennt sich ins Gedächtnis", ist er sich sicher, dass die Botschaft der Lieder ankommt. Seit 2005 bietet der ARCD solche Veranstaltungen an.

"Das Konzert ist zu Ende", verkündet Feils. "Neeeeeein" kommt die Antwort. Es hilft nichts, nach der Zugabe ist es wirklich vorbei. Ordentlich in Zweierreihen aufgestellt verlassen die Kinder den Saal. Draußen wartet allerdings noch eine Überraschung auf sie: Gelbe, reflektierende Überwürfe, die die Kinder im Straßenverkehr sichtbar machen sollen, ebenso Blinker für den Schulrucksack in Bärchenform. Denn der Spaß verfolgt ja ein ernstes Ziel: mehr Sicherheit im Verkehr. 

Claudia Lehner

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