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Samstag, 22.09.2018

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Bad Windsheim: Freude über Rekordspende für Landfrauen

Landfrauen unterstützen die Notfallseelsorge im Landkreis - 26.02.2018 19:47 Uhr

Pfarrer Gerhard Schwab konnte sich beim Landfrauentag ebenso über die Wertschätzung der Notfallseelsorge durch Landesbischof Bedford-Strohm wie über den Rekordspendenbetrag freuen. © Privat


Die Saalspenden für soziale und caritative Einrichtungen sind Tradition bei den Landfrauentagen. Erstmals wurde nun die 2000 Euro-Marke "geknackt", was Ixmeier auf über 600 Besucher zurückführte, die ebenfalls bisherige "Schallmauern" durchbrachen. Als Besuchermagnet hatte sich Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm erwiesen, ein Bewunderer der großartigen Arbeit, die von der Notfallseelsorge geleistet wird. Für die waren 2091 Euro und 42 Cent sowie ein Einkaufswagenchip in die Spendenkörbchen eingelegt worden.

Eine sehr wertvolle Förderung des ausschließlich ehrenamtlichen Wirkens von 20 Notfallseelsorgern – neben Pfarrern auch professionell ausgebildete Kräfte – die im Jahr bei 40 bis 60 Einsätzen Menschen bei Unglücks- und Todesfällen in schweren Stunden zur Seite stehen. In Bayern besteht die Notfallseelsorge offiziell seit 20, im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim seit über 15 Jahren. Im mittlerweile flächendeckenden Angebot auf Notfallseelsorge – und Kriseninterventionsteams ist jedes System autark und auf sich gestellt, insbesondere in den Bereichen der Gliederung, Alarmierung und Finanzierung, wie es die Kreisorganisation wissen lässt.

Spenden für Anschaffungen nötig

Deren Dienst ist prinzipiell kostenlos, auch wenn unter anderem mit Ausrüstung und Ausstattungen, Schutzkleidung, Fahrten und Telefonaten bei den Einsätzen sowie Informationsmaterial für Betroffenen und Einsatzkräfte Kosten entstehen. Neben einem kleinen Zuschussbetrag der evangelischen und katholischen Dekanate müsse nahezu alles aus Spendengeldern bestritten werden, so die Notfallseelsorge in ihrem beim Landfrauentag ausgelegten Flyer.

Spendern verdankt sie wichtige Anschaffungen von der Sicherheitskleidung bis zu dem unter anderem mit Spiel- und Malsachen, Kuscheltieren, Ersatzkleidung, Decken und Waschzeug ausgestatteten Koffer für Großschadenslagen sowie Funkgeräten, Beleuchtungskörper, Zelt und Sitzgelegenheiten, die auf einem Pkw-Anhänger bereitgehalten werden. Man benötige aber auch weiterhin immer wieder Material, um effektiv und problemlos Menschen in Not helfen zu können, wozu auch die Spender ihren Beitrag leisten. Das sollte die Bedeutung der Saalspende des Landfrauentages unterstreichen.

Beistand bei Unglücksfällen

Zugute kommt diese insbesondere Menschen, die dringend durch einen Unglückfall einer psychischen Betreuung und Begleitung bedürfen. Die Notfallseelsorge steht ihnen „in christlicher Verantwortung bei, um das an Leib oder Seele erfahrene Unglück zu bewältigen und zu verarbeiten“. Sie steht auch den Einsatzkräften zur Verfügung, die nicht selten mit Situationen konfrontiert sind, die sehr belastend sein können. Hier können die Helfer unterstützt werden, "mit dem Erlebten besser zurecht zu kommen und für weitere Einsätze psychisch und physisch wieder zur Verfügung zu stehen".

Von der Politik erhofft sich die Notfallseelsorge im Landkreis bessere Unterstützung, wenn es etwa um die Gleichstellung ihres Einsatzes mit den Rettungssanitätern und der Feuerwehr geht, sie mit entsprechender Signalausstattung möglichst schnell an Unglücksorte kommen. Ein Wunsch, den der stellvertretende Dekanatsbeauftragte für Neustadt, Pfarrer Gerhard Schwab (Markt Bibart) und der Dekanatsbeauftragte von Bad Windsheim, Rainer Teppler, beim Landfrauentag gerne gegenüber den Landtagsabgeordneten geäußert hätten. Diese tagten jedoch gleichzeitig in München 

hjm

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