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Bad Windsheim: Innenstadtbelebung folgt auf Sternstunden

City-Managerinnen wollen Altstadt-Team umstrukturieren - 01.02.2013 09:15 Uhr

BAD WINDSHEIM  - "Wir müssen ge­meinsam mit den Bürgern und Ge­werbetreibenden eine Lösung finden, sonst haben wir keine Rücken­deckung." City-Managerin Ilonka Sindel will sich mit ihrer Kollegin Nicole Weik um die Leerstände in der Bad Windsheimer Altstadt küm­mern. Viele Projekte konnten die bei­den, seit sie ihre Arbeit im Septem­ber aufgenommen haben, noch nicht anpacken, zu sehr waren sie mit der Aktion Sternstunden beschäftigt.


City-Managerin Ilonka Sindel will sich um die Leerstände in der Altstadt kümmern. In der Herrngasse sind einige Läden unbesetzt.
City-Managerin Ilonka Sindel will sich um die Leerstände in der Altstadt kümmern. In der Herrngasse sind einige Läden unbesetzt.
Foto: Katrin Müller
City-Managerin Ilonka Sindel will sich um die Leerstände in der Altstadt kümmern. In der Herrngasse sind einige Läden unbesetzt.
City-Managerin Ilonka Sindel will sich um die Leerstände in der Altstadt kümmern. In der Herrngasse sind einige Läden unbesetzt.
Foto: Katrin Müller

„Es war ein enormer Zeitaufwand, aber wir haben auch einiges bewegt“, sagt Sindel. Vornehmlich hat sie die Sternstunden-Leitung übernommen, Nicole Weik hat sich mit der Büroar­beit beschäftigt. Und auch jetzt inves­tieren die City-Managerinnen einen Teil ihrer 15 Wochenstunden, die sie bei der Stadt eingestellt sind, noch in Sternstunden.

„Es erfordert noch Nacharbeit“, sagt Sindel. So überle­gen die Frauen, wie man die Aktion weiterführen kann, zudem müssen Kosten- und Finanzpläne ausgewertet werden und dann habe letztendlich der Stadtrat das letzte Wort, wie sich die Aktion heuer entwickelt.

„Sternstunden ist ein Imagegewinn für die Stadt. Es steckt verdammt viel Potenzial drin“, sagt Sindel, die begeistert war vom großen Engage­ment der Bürger und Vereine. Den Sternstunden-Markt habe sie auch ge­nutzt, um Kontakte zu knüpfen. „Die sind jetzt Gold wert“, erklärt die 33-Jährige. Viele Bürger seien auch schon mit Ideen auf sie zugekommen, die gelte es nun auszuwerten.

Umstrukturieren wollen Sindel und Weik das Altstadt-Team. Sindel könnte sich viele kleine Arbeitsgrup­pen vorstellen, die sich jeweils mit ei­nem anderen Thema beschäftigen. Welche konkreten Projekte das sein werden, müsse sich erst zeigen. Die Managerinnen fungieren dabei als „Schnittstelle zu Stadt und Politik“ und erleichtern den Teams die Kon­taktaufnahme, auch bringen sie ihre Ratschläge mit ein.

"Man kann noch mehr herauskitzeln"


In erster Linie wollen sich die Stadt-Managerinnen um Leerstände und Belebung der Altstadt küm­mern. „Die Altstadt hat ein Problem, da müssen wir nichts schönreden.“ Konkrete Pläne wollen die Manage­rinnen entwickeln und auch in ande­re Städte blicken.

Sindel will einen runden Tisch initiieren, bei dem sich City-Managerinnen aus ganz Mittel­franken treffen könnten, um sich zu verschiedenen Themen auszutau­schen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. „Keiner weiß hier eine richtige Lösung, auch andere Städte haben dieses Problem. Es ist sehr schwer und muss gut überlegt wer­den“, so Sindel.

Zuerst müsse man aber auch die Einheimischen bewegen, in ihre Alt­stadt zu gehen oder Veranstaltungen zu besuchen, denn sonst fänden auch die Touristen „keine quirlige Stim­mung“ vor. In diesem Punkt wollen Weik und Sindel mit dem Freiland­museum und mit der Kur-, Kongress ­und Touristik-GmbH (KKT) besser zusammenarbeiten, das sei bei der Sternstunden-Aktion bereits gut ge­laufen.

„Es ist Potenzial da, das hat Stern­stunden gezeigt. Aber man kann noch mehr herauskitzeln“, davon ist Sindel überzeugt. Noch bis Sommer geht der Arbeitsvertrag der Stadt-Managerin­nen, dann entscheidet der Stadtrat, ob Weik und Sindel sich weiter um die Aufwertung der Kurstadt kümmern dürfen. Interessiert sind sie an einer Fortführung des Arbeitsverhältnisses, denn sie haben noch viel vor, das aller­dings in kleinen Schritten abgearbei­tet werden muss. 

KATRIN MÜLLER


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