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„Es war ein enormer Zeitaufwand, aber wir haben auch einiges bewegt“, sagt Sindel. Vornehmlich hat sie die Sternstunden-Leitung übernommen, Nicole Weik hat sich mit der Büroarbeit beschäftigt. Und auch jetzt investieren die City-Managerinnen einen Teil ihrer 15 Wochenstunden, die sie bei der Stadt eingestellt sind, noch in Sternstunden.
„Es erfordert noch Nacharbeit“, sagt Sindel. So überlegen die Frauen, wie man die Aktion weiterführen kann, zudem müssen Kosten- und Finanzpläne ausgewertet werden und dann habe letztendlich der Stadtrat das letzte Wort, wie sich die Aktion heuer entwickelt.
„Sternstunden ist ein Imagegewinn für die Stadt. Es steckt verdammt viel Potenzial drin“, sagt Sindel, die begeistert war vom großen Engagement der Bürger und Vereine. Den Sternstunden-Markt habe sie auch genutzt, um Kontakte zu knüpfen. „Die sind jetzt Gold wert“, erklärt die 33-Jährige. Viele Bürger seien auch schon mit Ideen auf sie zugekommen, die gelte es nun auszuwerten.
Umstrukturieren wollen Sindel und Weik das Altstadt-Team. Sindel könnte sich viele kleine Arbeitsgruppen vorstellen, die sich jeweils mit einem anderen Thema beschäftigen. Welche konkreten Projekte das sein werden, müsse sich erst zeigen. Die Managerinnen fungieren dabei als „Schnittstelle zu Stadt und Politik“ und erleichtern den Teams die Kontaktaufnahme, auch bringen sie ihre Ratschläge mit ein.
In erster Linie wollen sich die Stadt-Managerinnen um Leerstände und Belebung der Altstadt kümmern. „Die Altstadt hat ein Problem, da müssen wir nichts schönreden.“ Konkrete Pläne wollen die Managerinnen entwickeln und auch in andere Städte blicken.
Sindel will einen runden Tisch initiieren, bei dem sich City-Managerinnen aus ganz Mittelfranken treffen könnten, um sich zu verschiedenen Themen auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. „Keiner weiß hier eine richtige Lösung, auch andere Städte haben dieses Problem. Es ist sehr schwer und muss gut überlegt werden“, so Sindel.
Zuerst müsse man aber auch die Einheimischen bewegen, in ihre Altstadt zu gehen oder Veranstaltungen zu besuchen, denn sonst fänden auch die Touristen „keine quirlige Stimmung“ vor. In diesem Punkt wollen Weik und Sindel mit dem Freilandmuseum und mit der Kur-, Kongress und Touristik-GmbH (KKT) besser zusammenarbeiten, das sei bei der Sternstunden-Aktion bereits gut gelaufen.
„Es ist Potenzial da, das hat Sternstunden gezeigt. Aber man kann noch mehr herauskitzeln“, davon ist Sindel überzeugt. Noch bis Sommer geht der Arbeitsvertrag der Stadt-Managerinnen, dann entscheidet der Stadtrat, ob Weik und Sindel sich weiter um die Aufwertung der Kurstadt kümmern dürfen. Interessiert sind sie an einer Fortführung des Arbeitsverhältnisses, denn sie haben noch viel vor, das allerdings in kleinen Schritten abgearbeitet werden muss.

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