|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Der Aufwand im Vorfeld ist groß. Nicht nur finanziell, die Emskirchener Faschingsgesellschaft hat nach Auskunft von Rauscher Süßigkeiten und kleines Spielzeug im Wert von mehreren tausend Euro angeschafft, das an die Besucher am Straßenrand verteilt wird. Auch die rund 75 Gruppen mit ihren etwa 1000 Teilnehmern gilt es zu koordinieren. Hinzu kommen Besprechungen mit Gemeinde und Polizei. Nach dem Ausfall des Umzugs vor zwei Jahren wegen alkoholbedingter Exzesse wurden die Auflagen 2011 verschärft. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die geltende Satzung noch einmal konkretisiert.
Statt wie zuletzt nur den Besuchern des Faschingsumzuges ist es am 19. Februar generell verboten, im Kernort mit Alkohol unterwegs zu sein. Zusätzlich gilt laut Kempe ein Trinkverbot auf allen Straßen und Plätzen. „Es gibt ja immer findige Zeitgenossen“, erklärt Kempe die überarbeitete Satzung. Daher haben die Gemeinderäte für dieses Jahr ausgeschlossen, dass sich Fußgänger mit dem Verweis, nicht den Umzug besuchen zu wollen, herausreden können. Aufgehoben wird das Alkoholverbot im Anschluss an den Umzug für die Party-Zone am Sparkassenplatz, die mit Bauzäunen abgeriegelt wird.
Mit unterschiedlich farbigen Armbändern versehen, können Besucher auf einen Blick entsprechend ihrem Alter eingestuft werden, zudem sind Sicherheitskräfte vor Ort, um die Zugänge zu kontrollieren. Die gleichen Bestimmungen gelten, wenn die Partyzone bei schlechtem Wetter in die Bürgerhalle umziehen muss. 2011 habe es dank der Absprachen im Vorfeld ganz gut geklappt, findet Rauscher. „Mit hoher Anstrengung“ meistert die Prunklosia die Organisation erneut, dem Sitzungspräsident bleibt nur noch der Appell an die Besucher, sich an die Regeln zu halten.
Die Polizei Neustadt wird am 19. Februar nach Auskunft von Thomas Klein, dem stellvertretenden Inspektionsleiter, von Beamten der Bereitschaftspolizei unterstützt. Die Einsatzstärke vergleicht er mit der 2011, als die Polizisten strikte Kontrollen durchführten. Nicht nur in Emskirchen, auch in Markt Bibart sind die Einsatzkräfte präsent, dort findet mit etwa 870 Teilnehmern von rund 50 Gruppen der etwas kleinere Umzug statt. Markt Bibarts Bürgermeister Ludwig Günther spricht von einem stattlichen Kontingent der Polizei, das den Umzug begleitet.
Die Feuerwehr übernimmt die Verkehrsregelung, ausgewiesen sind rund 500 Parkplätze. Damit erfährt die Faschingsgesellschaft Alzibib Unterstützung nicht nur aus den eigenen Reihen. Selbstverständlich ist mittlerweile, dass Ordner die kreativ gestalteten Fahrzeuge begleiten. Auch in Markt Bibart wird im Anschluss an den Umzug gefeiert, an den Zugängen zur Partymeile gibt es wie in Emskirchen Kontrollen. Während die Feier bis in die Abendstunden geht, werden die Straßen bereits wieder von den Überresten des Umzugs gereinigt.
Der Faschingsumzug in Emskirchen beginnt um 13.30 Uhr, der in Markt Bibart um 14 Uhr. Nicht stattfinden wird heuer der Kinder- und Jugendumzug durch Scheinfeld. Nachdem sich der Veranstalter der vergangenen Jahre aus der Organisation zurückgezogen hat, arbeitet die Stadt zwar an einer Wiederbelebung für 2013. Für dieses Jahr kam die Absage aber zu kurzfristig, erläutert Reinhard Ipfling, der Leiter des städtischen Kulturamts. Als Grund für die Pause nannte er die gestiegenen Auflagen, besonders wegen der Teilnahme motorisierter Fahrzeuge.
Um die Organisation künftig zu erleichtern, soll auf sie im nächsten Jahr verzichtet werden. Ihre Unterstützung zugesagt hat die Grundschule, darüber hinaus will Ipfling auf die Kindergärten zugehen, um den Kinder- und Jugendumzug auf eine breite Basis zu stellen. Ausklingen könnte der Umzug durch die Innenstadt, je nach Wetter, auf dem Gelände des Stadtsees oder in der Wolfgang-Graf-Halle.
