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Sonntag, 22.07.2018

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Bleibt der Bad Windsheimer Seekapellen-Turm so bunt?

Nach Ortstermin zu Projekten der Kirchengemeinde ist weiter Geduld gefragt - 13.04.2018 21:07 Uhr

Am Dach der Seekapelle und an dem, das Stadtbild mitprägenden, bunten Turm gibt es erhebliche Schäden. © Stefan Blank


"Wir wissen, dass alle drei Projekte bei uns noch viele Ressourcen, im finanziellen und personellen Bereich, in Anspruch nehmen werden", sagte Dekanin Karin Hüttel gestern auf Nachfrage.

Direkt zuvor war die Dekanin mit dem Architekten der Bayerischen Landeskirche, Nils Kugelstadt, Verwaltungsstellenleiter Stefan Wirth sowie Mitgliedern des Bauausschusses des Kirchenvorstandes in der Altstadt unterwegs, um sich die potenziellen Baustellen anzusehen. An der Seekapelle erklärte der zuständige Diplom-Ingenieur Walter Schwarz die untersuchten vielfältigen Schadensbilder, wir berichteten. Sorgen machen am Turm die Verbindungen der Dachflächen, die Konstruktion und die fehlende Steifigkeit.

Restauratoren an St. Kilian

Die spannendste Frage in Bezug auf das Erscheinungsbild der Altstadt ist: Was passiert mit den markanten bunten Ziegeln des Turmes der Seekapelle, die teils stark beschädigt sind. "Wir müssen klären, wo solche bunte Ziegel überhaupt noch hergestellt werden und wie viel sie kosten", sagt Hüttel. Ob die Farbenpracht des Turmes erhalten bleibt, scheint offen. Hüttel will nicht ausschließen, dass eine Beteiligung von privaten Gönnern oder der Stadt nötig sein könnte.

Zu möglichen Maßnahmen sagt die Dekanin: "Es muss was gemacht werden. Und es wird was Größeres." Doch was und wann ist auch nach dem Ortstermin unklar. "Es wird wohl bis Herbst dauern, bis wir über Kosten oder genaue Maßnahmen reden können." Ein bisschen weiter ist man bei der Stadtkirche St. Kilian. In den vergangenen Tagen waren Restaurateure vor Ort und haben sich die Lage mit Architekt Martin Hahn angesehen. Der Plan, im Juni mit der Stabilisierung der Strebepfeiler zu beginnen, bestehe weiterhin, sagte Hüttel.

Zeit und Geduld ist beim Projekt am Holzmarkt nötig. Der nächste Schritt ist, Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege zu intensivieren. Erst wenn man sich einig sei, wie sich der Neubau in die Altstadt einfügen kann, könne man "detaillierter planen". Auf Nachfrage erklärt Hüttel, dass die Kirche das Lutherhaus behalten will, bis man ins neue Domizil umziehen könne. Auch fürs ehemalige Gemeindezentrum West an der Berliner Straße "gibt es noch keine wirkliche Lösung". Fest steht nur, es soll verkauft werden. Wie bei den Bauprojekten gilt aber: Wie und wann ist noch offen. 

Stefan Blank

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