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Bullenheim: Daumendrücken für Julia

20-jährige Winzerin aus Bullenheim greift nach der Krone der Frankenweinkönigin - 28.02.2013 12:52 Uhr

Einen kleinen Karpfen (-schlüsselanhänger) überreichte der Neustädter Bürgermeister Klaus Meier der Bullenheimer Winzerin Julia Dürr als Glücksbringer bei der Wahl der neuen Frankenweinkönigin. © Harald Munzinger


Es wäre schon mal wieder an der Zeit, dass eine Hoheit aus Mittelfranken die „Frankenkrone“ trägt, heißt es allenthalben zu der mit Spannung erwarteten Wahl in Schweinfurt. Schließlich war dies bislang nur einer Bewerberin gelungen. Und das ist bereits 16 Jahre, als Martina Riedel aus Ipsheim-Weimersheim für die Sensation nach 47 Jahren unterfränkischer Domäne sorgte.

Zweimal war der Winzerort Ipsheim noch auf den Stufen zum Thron, der allerdings Miriam Fritsch und Andrea Gebhard versagt geblieben war. Andrea Gebhard sollte jedoch im Hofstaat der Frankenweinkönigin als kleines Trostpflaster der knapp verlorenen Wahl das Krönchen der Prinzessin tragen. Für den Vorsitzenden den Weinbauvereins, Rudolf Fähnlein, hatten beide Ipsheimer Hoheiten schon mit ihren Bewerbungen dafür gesorgt, dass der Weinort an der Bundesstraße 470 und Bahnstation des „Schoppenexpress“ einen kräftigen Schub auf der Bekannt- und Beliebtheitsskala erfuhr.

Die Chancen für Julia Dürr stehen nach Einschätzung von Insidern nicht schlecht. Und das nicht nur, weil es in diesem Jahr lediglich drei Bewerberinnen gibt. Die beiden anderen Kandidatinnen kommen aus dem Kreis Würzburg. Julia Dürr (20) tritt als ausgebildete Winzerin mit dem besten Abschluss ihres Jahrganges an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau der Akademie Weihenstephan an. Und sie hat sich noch zusätzliches profundes Wissen beim Besuch vieler Winzer in Franken mit ihren unterschiedlichen Philosophien angeeignet.

Charme und profundes Wissen

So kann sie hoffen, bei der Wahl in Schweinfurt am 12. März die Jury nicht nur durch ihre charmante Ausstrahlung zu überzeugen, dass sie eine ausgezeichnete Repräsentantin des Frankensweines wäre. Sollte ihr nach der „Prüfung“ im großen Forum des fachkundigen Publikums und großen Medienaufgebotes die Krone der Frankenweinkönigin auf lange blonde Haar gesetzt werden, müssen die Eltern Christine und Günther Dürr auf die junge Winzerin – die mit einer vollfruchtigen Scheurebe als ihrem ersten Wein auf der Freizeitmesse Bewunderung genoss – ein Jahr lang verzichten. Denn dann hat sie bei über 100 Terminen im In- und Ausland Repräsentationspflichten für den Frankenwein zu erfüllen.

Die Eltern Christine und Günther Dürr müssten ein Jahr lang auf die junge Winzerin in Bullenheimer Betrieb verzichten, wenn Julia Dürr am 12. März die Krone der Frankenweinkönigin aufgesetzt werden sollte. Ein „Opfer“, das sie gerne bringen. © Harald Munzinger


Sie würde das nur zu gerne tun, ließ Julia Dürr im „nn-online“.Gespräch selbstbewusst und zuversichtlich wissen. „Sonst bräuchte man ja gar nicht antreten“, meinte die junge Frau mit einen gewinnenden Lächeln.

Das wünscht man ihr auch am 12. März beim Finale der Wahl der Frankenweinkönigin, die es übrigens bereits seit 1950 gibt. Allerhöchste Zeit also nach vielen guten Wünschen für Julia Dürr im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, dass „ein Weinfranken“ zum (erst) zweiten Mal eine mittelfränkische Adresse des Königshauses bekommt – und das auch noch im „Weinparadies Franken“. 

Harald J. Munzinger

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