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Christian Schmidt: Kein Nein zu Staatssekretärs-Posten

Der Landwirtschaftsminister über Koalitionsverhandlungen und seine Zukunft - 10.02.2018 05:53 Uhr

Wohin geht die Reise von Christian Schmidt (Archivbild)? Ob der 60-jährige gebürtige Obernzenner Bundesminister bleibt, ist noch völlig offen. © dpa


Herr Schmidt, Grüne Woche, Sondierungsgespräche, Arbeitsgruppen-Treffen in den Koalitionsverhandlungen und dazu zwei Ministerien führen. Wie geht das zusammen?

Christian Schmidt: Ja, das ist in der Tat richtig viel Arbeit. In beiden Ministerien ist zum Beispiel mit der Grünen Woche, den Abgastests an Affen in der Automobilbranche, dem ewigen Streit um Dieselfahrverbote sehr viel los gewesen. Mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen bin ich zufrieden. Gerade beim Thema Landwirtschaft haben wir finanziell und inhaltlich viel erreicht.

Wie geht es in den beiden Ministerien weiter? In einem davon mit Ihnen?

Schmidt: Im Moment sieht es so aus, als würde das Landwirtschaftsministerium nicht mehr an die CSU gehen. Alles Weitere wird sich zeigen. Ich mache erst mal so lange weiter, bis eine neue Regierung steht. Ich beteilige mich auch nicht an Personalspekulationen. Deutschland braucht eine stabile Regierung. Da liegt der Ball jetzt bei der SPD, die ihren Mitgliederentscheid zu einem positiven Ergebnis bringen muss.

Sie würden aber definitiv gerne Minister bleiben, hätten weiter Lust auf eine solche Aufgabe?

Schmidt: Wir in der CSU haben festgelegt, dass am 5. März über die Posten entschieden wird.

Sie haben in einem früheren Gespräch einmal gesagt, dass ihr Minister-Kollege Gerd Müller zu einem politischen Freund geworden ist. Wie geht es mit ihm weiter?

Schmidt: Gerd Müller und ich sind zu einer Art Kampfgemeinschaft geworden. Wir haben viel zusammen erreicht.

Sie waren vor Ihrer Ministerzeit acht Jahre Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium und noch einige Monate im Entwicklungsministerium. Könnten Sie sich auch vorstellen, wieder Staatssekretär zu werden?

Schmidt: Ich halte es da mit dem preußischen Verständnis: Wir Volksvertreter sind da, um den Bürgern und dem Land zu dienen. Das ist unser Auftrag.

Das ist kein definitives Nein.

Schmidt nickt und lächelt. 

Interview: STEFAN BLANK

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