Montag, 19.11.2018

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Dörfer strahlen in neuem Glanz

Abschlussfeier zur Sanierung in Sontheim, Westheim und Urfersheim - 05.10.2012 14:45 Uhr

Zum Abschluss der gelungenen Dorferneuerung in den Illesheimer Ortsteilen überreichte Bürgermeister Heinrich Förster (rechts) Baudirektor Wolfgang Pfrogner den Erinnerungsteller der Gemeinde. © Meierhöfer


Neben zahlrei­chen privaten Vorhaben wurden Ge­meinschaftshäuser und Ortsstraßen gebaut, Fuß- und Radwege angelegt sowie Dorf- und Spielplätze gestaltet. Dieses Gemeinschaftswerk wurde jetzt mit einer gelungenen Abschluss­feier in der Gemeindehalle Westheim gewürdigt.

Mit einer „eierlegenden Wollmilch­sau“ verglich Pfarrer Alexander Cae­sar in seiner humorvollen Predigt die Dorferneuerung und die damit an­fangs verbundenen Vorstellungen, die sich dann doch offensichtlich alle erfüllt hätten. Der von ihm gehaltene Festgottesdienst wurde vom örtlichen Posaunenchor und dem Frauenchor Illesheim musikalisch gestaltet. Der Geistliche schloss mit den Petruswor­ten: „Ihr seid besondere Steine, Gott baut mit euch sein Haus“.

Der Anfang war schwer Bürgermeister Heinrich Förster zeigte sich in seinen Grußworten sichtlich erfreut, dass zahlreiche Weg­gefährten aus der Zeit der Baumaß­nahmen, sowohl aus den Behörden als auch Vorstandsmitglieder, land­wirtschaftliche Sachverständige, Wegbau- und Pflanzbaumeister eben­so wie die Vertreter benachbarter Ge­meinden der Einladung zu der Feier gefolgt waren.

Humorvoll und doch kritisch stellte er das mit aussage­kräftigen Lichtbildern illustrierte „Alphabet der Dorferneuerung“ vor. Er begann mit „aller Anfang ist schwer“ und erinnerte dabei an die Vorarbeiten wie Arbeitskreise und Seminare, streifte den Bau der Ge­meindehäuser Westheim und Sont­heim, gedachte der nicht immer ein­fachen und manchmal stockenden Fi­nanzierung, die oft „inbrünstige Ge­spräche“ erfordert habe. Das Ziel, die Lebensqualität zu er­höhen, habe man sicherlich erreicht, denn „lebens- und liebenswert“ prä­sentierten sich heute die Ortsteile. So sei dafür gesorgt, dass junge Leute in ihrer Heimat blieben und nicht fort­zögen, sagte der Bürgermeister.

Tausende von Euros seien von der Kirchengemeinde und der Jagdgenos­senschaft ebenso beigesteuert worden wie tausende von freiwilligen Ar­beitsstunden das Vorhaben erleichter­ten. Beim W wie Wirtschaftswege an­gekommen bemängelte das Gemein­deoberhaupt allerdings deren geringe Breite, die der heutigen landwirt­schaftlichen Technik nicht genüge. „Xylophontöne“ hätten so manches Mal in des Bürgermeisters Ohren ge­klingelt, wenn er an die Finanzen dachte, Zuschüsse nicht gleich geflos­sen sind. Insgesamt bilanzierte Hein­rich Förster eine geglückte Dorf­erneuerung, die ohne Unfälle durchge­zogen werden konnte. Er appellierte an die Bürger: „Gehen Sie behutsam mit dem Geschaffenen um und sorgen Sie für eine gedeihliche Zukunft!“

Heimat direkt vor der Haustüre

Baudirektor Wolfgang Pfrogner vom Amt für ländliche Entwicklung, seit 2007 als Vorstandsvorsitzender mit den Maßnahmen in den Illeshei­mer Ortsteilen betraut, betrachtete in seinem Rückblick exemplarisch den Westheimer Spielplatz, der mit run­den 80 000 Euro zu Buche schlug, und erinnerte an insgesamt 22 Einzelbau­maßnahmen mit einem Volumen von 1,44 Millionen Euro. 468 000 Euro seien an Fördermitteln geflossen, 972 000 Euro seien aus dem Gemeinde­säckel investiert worden.

Als kleines Dankeschön überreichte ihm Bürger­meister Heinrich Förster den Erinne­rungsteller der Gemeinde. Ihre Anerkennung für das Geschaf­fene brachten auch stellvertretender Landrat Helmut Weiß und Baudirek­tor Richard Kempe vom Amt für ländliche Entwicklung zum Aus­druck. Besonders stellte der Chef der Ansbacher Behörde die Hartnäckig­keit Försters heraus, die sich vor al­lem beim „Kampf um Anlagen und Mittel“ bewährt habe. Abschließend betonte er an die Ortsteilbürger ge­wandt: „Heimat ist da, wo man sich wohl fühlt – und das ist hier der Fall.“
 

gm

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