6°C

Montag, 24.11. - 16:00 Uhr

|

Ein Haus der Begegnung für alte Menschen

Arbeiter-Samariter-Bund baut in Burgbernheim ein Seniorenzentrum für rund 5,7 Millionen Euro - 21.06.2012 11:15 Uhr

Ähnlich wie die Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes im oberfränkischen Weismain soll das in Burgbernheim projektierte Senio­renzentrum einmal aussehen.

Ähnlich wie die Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes im oberfränkischen Weismain soll das in Burgbernheim projektierte Senio­renzentrum einmal aussehen. © Privat


Voraussichtlich im Frühjahr bezie­hungsweise Frühsommer 2014 kön­nen die ersten Bewohner in das Haus, das mit 60 Einzelzimmern ausgestat­tet ist, einziehen. Vier der Räume können bei Bedarf als Doppelzimmer eingerichtet werden, informierte ASB-Geschäftsführer Erich Matthis die Mitglieder des Stadtrats. Bereits im vergangenen Herbst hatten er und Geschäftsführer Stefan Rechter die Mitglieder in einer nicht öffentlichen Sitzung über das Vorhaben in Kennt­nis gesetzt. Außerdem wurde eine In­formationsfahrt zu einer vergleichba­ren Einrichtung des ASB Coburg unternommen.

Parallel dazu nahm die Planung des Seniorenzentrums konkretere Formen an. Die Finanzierung läuft über eine eigens gegründete Gmb H und wird vom ASB Regionalverband Bad Windsheim übernommen, der das Heim auch betreibt.

Für Demenzkranke

In der Einrichtung wird es vier Se­nioren- Gemeinschaften geben, die ihr Frühstück und Abendessen gemein­sam einnehmen. Beide Mahlzeiten werden in den jeweiligen Wohnkü­chen zubereitet, das Mittagessen wird angeliefert. Soweit es ihnen möglich ist, können sich die Bewohner in den Alltag der Hausgemeinschaft ein­bringen. Als beschützende Einrich­tung sei das Seniorenzentrum nicht geplant, erläuterte Matthis, jedoch sei es dennoch auf Demenz-Kranke eingerichtet. Dafür sorgen allein die Fachkräfte. Stefan Rechter sprach von rund 50 Beschäftigten in Burg­bernheim, angedacht ist ein ausgewo­genes Verhältnis von Pflege- und Hilfskräften.

Mit einem Innenhof und einer Dachterrasse im Obergeschoss sowie den Gruppenräumen im Inneren er­hält das zweigeschossige Senioren­zentrum Treffpunkte für Bewohner und Besucher. Zu wichtigen Anlauf­stellen könnten zudem ein kleiner La­den und ein Friseur werden, deren Einrichtung sich die beiden ASB-Ge­schäftsführer im Erdgeschoss vorstel­len können.

Letzte Fragen zur Finanzierung will Rechter bis zum Sommer geklärt haben, dann könnte der ASB in die Genehmigungsphase einsteigen. 

Gleichzeitig wird sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung mit den not­wendigen Änderungen des Bebau­ungsplanes beschäftigen. Derzeit ist auf dem Grundstück noch Wohnbe­bauung vorgesehen. Der erste Spa­tenstich für das Seniorenzentrum ist für Anfang 2013 geplant.

Bleibt der Name der Einrichtung. Den Begriff Seniorenzentrum will Matthis lediglich als Arbeitstitel ver­standen wissen. Er kündigte in der Stadtratssitzung einen Wettbewerb an, um zu einer Benennung zu finden, die sowohl zur Stadt als auch ihrem Umland passt. „Es ist ein Haus für Burgbernheim und Umgebung“, er­klärte Matthis. Als Einzugsgebiet für das Seniorenzentrum ist die Verwal­tungsgemeinschaft vorgesehen. Auf sie beziehen sich zwei Erhebungen, die der ASB im Vorfeld seiner Planungen zur Bedarfsermittlung in Auftrag ge­geben hat. 

CHRISTINE BERGER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.