Donnerstag, 15.11.2018

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Fauna und Flora: Exkursion erschließt den Bullenheimer Berg

"BayernTourNatur" - Durch die "Fränkische Toskana" - 25.08.2018 14:05 Uhr

In die "Fränkische Toskana" lädt Landrat Helmut Weiß als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes ein. © Harald Munzinger


Zur Hälfte der "BayernTourNatur"- Exkursion unter dem Motto "Weinhähnchen in der fränkischen Toskana" besteht die Möglichkeit zur Vesper-Einkehr in der "Weinparadiesscheune" zu Vespern. Auf dem Rückweg lauschen die Teilnehmer bei Sonnenuntergang dem Gesang der "Weinhähnchen", einer besonderen Schreckenart, die auf Halbtrockenrasen vorkommen.

Matthias Weiß führt anschließend in die faszinierende Welt der Fledermäuse ein. Empfohlen wird festes Schuhwerk. Veranstalter ist der Landschaftspflegeverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde im Rahmen der Veranstaltungsreihe BayernTourNatur. Landrat Helmut Weiß lädt als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes dazu ein.

Der "Bullenheimer Berg" ist ein sogenannter Zeugenberg des Steigerwaldmassivs. Er erhebt sich rund 150 Meter über die Umgebung und erstreckt sich über die Gemeinden Seinsheim im Landkreis Kitzingen, wo er "Kapellenberg" benannt wird, und Ippesheim, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Nach Feststellung der Archäologen befand sich in der späten Bronzezeit, der sogenannten Urnenfelderzeit auf dem Berg, dessen Plateau noch heute befand von einem etwa drei Kilometer langen Ringwall umschlossen ist, eine Höhensiedlung. Durch bedeutende "Depotfunde" bekannt geworden, gilt nach Wikipedia-Beschreibung der "Bullenheimer Berg" in Fachkreisen "längst als seiner Metallfunde nahezu vollständig beraubt".

Mit Gästeführer durch’s Paradies

 Das "Weinparadies Franken" bietet geführte Wanderung über den westlichen Teil des "Bullenheimer Berges" an. Vom oberen Weinbergsweg geht es dabei auf schmalem Pfad hinauf zur "Kunigundenkapelle", von der sich ein traumhafter Ausblick auf das Vorland des Steigerwaldes bietet. Weiter führt ein Waldwirtschaftsweg hinunter zum Schilfsandsteinbruch. Ein kurzer Pfad führt zurück zum oberen Weinbergsweg und zu Paradiesscheune führt. Dort besteht eine gute Möglichkeit zur Einkehr. Auf der Wanderung gibt Gästeführer Dr. Robert Herold Erläuterungen zur Geologie der Keuperformation ebenso wie zum Weinbau in der Lage "Paradies", zur jungsteinzeitlichen Kreisgrabenanlage nahe Ippesheim, Kultur der Urnenfelderzeit auf dem Berg mit Darstellung der bisherigen Hortfunde, Geschichte und Geschichten über die "Kunigundenkapelle" sowie zu weiteren lokalen Besonderheiten (weitere Informationen gibt es unter Telefon 09339/991565). 

nb/hjm

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