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Montag, 24.09.2018

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"Fränkisches Freilandmuseum": Einstimmung auf Saisonstart

Verantwortliche skizzieren Programm für das Jahr 2018 - 01.03.2018 15:29 Uhr

Museumsbüttner Hans Grau spielt zu Volksliedern auf, während Ute Rauschenbach auf das Glücksrad mit originellen Tipps für die neue Saison im Fränkischen Freilandmuseum aufmerksam macht. Für dessen Förderverein wirbt Vorsitzender Friedrich-Wilhelm Bromberg (links) auf der "Freizeit"-Messe. © Harald Munzinger


Schon nach den beiden ersten Stunden der Messe für Freizeit, Touristik und Garten mussten Ute Rauschenbach und Dieter Gottschalk Prospekte nachlegen. Durch diese wurde zum Teil gleich auf den alten Schulbänken geblättert, an die sich noch viele ältere Messebesucher sehr gut erinnern konnten und sie bei der Verschnauf- oder auch kurzen Vesperpause deutlich bequemer fanden, als in ihrer Jugend.

Und auch die "Aufgaben" mochten bei einem kleinen Gewinnspiel einfacher als zur Schulzeit gewesen sein. Gerne stimmte man zu Trompetenklängen auch in manches Volkslied ein und drehte an einem ganz speziellen Glücksrad, das der Museumsbüttner Hans Grau gefertigt hat. Wer ein Osterei gewonnen hatte, "muss nur an Ostern ins Freilandmuseum kommen und es suchen", wurde in den Gewinnfeldern auf originelle Weise auf Aktionen und Veranstaltungen hingewiesen. Bei "Nieten" tröstete das Angebot, sich auf dem Fass-Stuhl auszuruhen zu können.

Präsentation auf breiter Front

Unter den ersten Gästen schaute sich Bezirkstagspräsident bei "seinem" Freilandmuseum um, das sich "auf breiter Front" von einer Oldtimerabteilung über die Büttnerei und Bücherstände von Museum und Förderverein bis zur alten Schule so attraktiv darstellt, dass fast kein Weg an ihm vorbeiführt. Das bot, so Ute Rauschenbach, auch immer wieder Gelegenheit zu schönen Gesprächen. Dabei konnte erstmals dessen Vorsitzender Friedrich-Wilhelm Bromberg für den Förderverein werben, mit dessen Entwicklung er sich sehr zufrieden zeigte. Der Zuwachs 2017 auf rund 3600 Mitglieder schaffe eine gute Basis für die Unterstützung der Projekte des Museums und dessen ausgezeichnete pädagogische Ausrichtung bis hin zum Erlebnisspielplatz für Kinder und Jugendliche.

Wanderausstellung: "Schule im Nationalsozialismus"

Mit dem Saisonbeginn am 10. März verbunden ist die Eröffnung der Wanderausstellung "Schule im Nationalsozialismus", die vom Schulmuseum Nürnberg zur Verfügung gestellt wird und bis 5. August in der "Betzmannsdorfer Scheune" besichtigt werden kann. In ihr ist die Ausstellung über evangelische Pfarrhäuser in Franken mit dem Titel "Nicht Dorfhaus und nicht Villa" bis 21. Mai verlängert, in der Spitalkirche, dem Museum "Kirche in Franken", bis 15. April.

Dort wird dann vom 4. Mai bis 10. Juni "Textilkunst für die letzte Reise" unter dem Titel "Zu Ende gewebt" in der Reihe "Kunst unterm Kirchendach" gezeigt und vom 8. Juli bis 22. November die 700-jährige Geschichte der Hospitalstiftung Windsheim dokumentiert. In der "Betzmannsdorfer Scheune" erinnern vom 9. Juni bis 6. Dezember "Griffel, Füller und Tintenkiller" an die Volksschulen im ländlichen Bayern von 1945 bis 1970.

Von 22. September bis 16. Dezember werden zudem "Landschaften – in Franken" von Walter Förster gezeigt, wobei das Spektrum "von frühen realistischen aber auch poetisch wirkenden Bleistiftzeichnungen im Großformat bis hin zu jüngeren farbig und formal intensivierten Aquarellen und Gouachen" reicht. Vom 21. Juli bis zum Saisonende am 16. Dezember wird im "Jagdschlösschen" unter dem Titel "Wer hat Angst vor dem bösen Wolf" das aktuell die Gemüter bewegende Thema der Rückkehr des Wolfes aufgegriffen.

Vielfältige Veranstaltungen und Aktionstage

Gewohnt umfangreich sind die saisonal abgestimmten Veranstaltungen vom Eierfärben und Passionsspiel sowie Ostermarkt über die Museumskirchweih oder -nacht und dem "Markt der Genüsse" bis zur Adventsbäckerei und dem Weihnachtsspiel nach Hans Sachs. Und auch die zahlreichen Aktionstage der Handwerker, der Mühlen, der alten Haustierrassen, der Kunst oder des Mundarttheaters werden erneut Anziehungspunkte für zahlreiche Besucher ebenso sein, wie Kinder-, Sommer- oder Herbst- und das Backofenfest und natürlich das Freilandtheater mit seinem Sommerstück.

Ergänzt wird das Jahresprogramm des Freilandmuseums durch Vorträge von der Arzneipflanze 2018 bis zum Spitalwesen oder zur Wärmedämmung und Kurse vom Brotbacken bis zum Zaubermittel Leinöl sowie durch Themenführungen, Mitmachangebote und diverse Vorführungen vom Bierbrauen bis zum Ziegeln. So gibt es denn unendlich viele Gründe auch für wiederholte Besuche in der Saison, bei der Mitgliedschaft im Förderverein sogar mit freiem Eintritt, wie es manch einen Messebesucher staunen ließ. 

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Harald J. Munzinger

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