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Samstag, 26.05.2018

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Freibad-Saison in Bad Windsheim: Vorbereitungen laufen

Neuer Kioskpächter und höhere Preise – Dauerkarten mehrfach nutzbar - 11.03.2018 20:30 Uhr

Am 1. Mai beginnt die neue Freibad-Saison in Bad Windsheim. © Nico Christgau


Stadtwerke-Leiter Thomas Hartlehnert listete zunächst einige kleinere nötige Ausgaben auf: neue frei stehende Umkleiden, Reparaturen im Sanitätsbereich, neue Münz-Pfand-Spinde oder Leinen zur Abgrenzung der Schwimmbahnen. Über eine außergewöhnliche Investition für geschätzte 30.000 Euro stimmten die Ausschussmitglieder nach Beratung ab.

So soll auf einem freien Bereich nahe dem Planschbecken eine Art "Spielschiff" (Hartlehnert) mit mehreren Kletter- oder Rutsch-Möglichkeiten errichtet werden. Hintergedanken sind das Alter der Geräte am Spielplatz sowie dessen relativ große Entfernung zum Planschbecken. Eine erst angedachte Versetzung des Spielplatzes an jene Stelle wurde mit 18.000 Euro veranschlagt, sagte Hartlehnert. Deshalb sei dieses neue Spielgerät vielleicht sinnvoller. Die Anschaffung wurde einstimmig befürwortet. Insgesamt sind im Investitionsplan für das Freibad 90.000 Euro vorgesehen.

Bahnen für Sportschwimmer

An den Öffnungszeiten ändert sich 2018 nichts. Saisonbeginn ist der 1. Mai, Ende am 10. September. Das Frühschwimmen wird zwischen 14. Juni und 16. August jeweils donnerstags ab 7 Uhr angeboten: "Das Konzept hat sich aus unserer Sicht bewährt." Auf Wunsch gewisser Gäste werden zukünftig zwei 25-Meter-Bahnen für "Sportschwimmer" reserviert. Nur "an vollen, heißen Tagen" werde diese Regel aufgehoben.

30.000 Euro investieren will auch der neue Pächter des Kiosks, Oliver Koch aus Schwebheim, der kurz sein Konzept erläuterte. Er wolle ab Mai sein Angebot an Heiß- und Kühltheken präsentieren, um bei größerem Andrang die Wartezeiten zu verkürzen. Denn Nachfragen der Gäste, was es überhaupt zu Essen gäbe, würden so vermieden, glaubt er. Im Außenbereich möchte er mit neuer Bestuhlung für etwas mehr "Biergarten-Flair" sorgen. Ab 11 Uhr soll der Kiosk jeden Tag geöffnet haben. Mit Blick auf die Gäste am Campingplatz könne er sich vorstellen, auch länger als 20 Uhr zu öffnen, "wenn Bedarf da ist".

Erhöht werden sollten auf Rat von Hartlehnert teilweise die Eintrittspreise. Bad Windsheim läge verglichen mit gleich großen Städten beziehungsweise Bädern mit ähnlicher Ausstattung jeweils "am unteren Ende" bei der Preisgestaltung. Allerdings würde er empfehlen, die Einzelpreise (3,50 Euro für Erwachsene und zwei Euro für Minderjährige) zu belassen. Nur die Preise der Dauerkarten sollten erhöht werden. 575 Stück seien 2017 verkauft worden, davon etwa 90 Prozent vor 31. Mai, was auf einen Rabatt zurückzuführen sei. Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Dauerkartenpreise für Einzelpersonen um jeweils zehn, für Familien um 20 Euro zu erhöhen. Erwachsene zahlen nun bis 31. Mai 70 Euro, Kinder 30 Euro – danach jeweils fünf Euro mehr – und Familien müssen 100 beziehungsweise 110 Euro hinlegen.

Gefahr des Missbrauchs

Die Dauerkarten des Freibades sollen ab dieser Saison auch in Rothenburg, Dinkelsbühl und Nördlingen im Rahmen einer Marketing-Aktion der ehemaligen Freien Reichsstädte mit Hinblick auf das Jubiläum 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg genutzt werden können. Bürgermeister Bernhard Kisch habe zusätzlich Neustadt eine Kooperation mit der Kurstadt angeboten.

Matthias Oberth fragte nach dem zusätzlichen Standort Burgbernheim. Kisch sprach daraufhin die Gefahr des Missbrauchs an, die vor allem in Rothenburg vorgebracht werde: Demnach könnten Gäste einfach die billigste Dauerkarte – in Bad Windsheim – kaufen, um sie das ganze Jahr über in ihrem eigentlichen Heimatbad zu nutzen. Burgbernheim wäre aus Windsheimer Sicht sehr nah – und noch einmal günstiger. Thomas Hartlehnert sprach von einem "Pilotversuch", bei dem erfasst werden solle, welche Gäste das tatsächlich nutzen. Einstimmig wurde dem Projekt zugestimmt, vorbehaltlich der Zustimmung der anderen Partner. 

Bastian Lauer

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