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Freilandmuseum feiert mit Torte und Rekord-Umzug

Zum 30. Jubiläum in Bad Windsheim warten beim Sommerfest rund 50 Attraktionen - 29.07.2012 13:26 Uhr

Einen großen Umzug mit zahlreichen Gespannen gab es zum 25. Geburtstag des Frei­landmuseums vor fünf Jahren.

Einen großen Umzug mit zahlreichen Gespannen gab es zum 25. Geburtstag des Frei­landmuseums vor fünf Jahren. © Archiv-Foto: Matthias Oberth


  „Wir machen ein besonderes Sommerfest“, sagt Museumsleiter Herbert May und kündigt als einen der Höhepunkte am Sonntag „den größten Umzug an, den wir je in unserem Freilandmuseum hatten“.

Knapp 400 Teilnehmer ziehen ab 14 Uhr mit Pferde-Gespannen, zahl­reichen historischen Schleppern und Anhängern durch das Museum. Vom Haupteingang geht es über die ver­schiedenen Baugruppen rund 3,5 Ki­lometer lang in einer Schlaufe wieder zum Wirtshaus am Freilandmuseum. „Ich finde es sehr schön, dass etliche Gemeinden vertreten sind, aus denen wir Häuser haben“, sagt Herbert May. Mit dabei sind Musikkapellen, Trachten- und Volkstanzgruppen so­wie handwerkliche und landwirt­schaftliche Geräte. Auch historische Feuerwehrautos sind zu sehen.

Im Laufe des Sonntags finden Sie weitere Bilder vom Fest bei uns.

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Das Freilandmuseum wird 30: Großes Festwochenende

Historische Trachten, Leben in vergangenen Zei­ten, Häuser, Tiere und rund 50 At­traktionen auf dem ganzen Gelände. An diesem Wochenende jährt sich das Eröff­nungswochenende des Fränkischen Freilandmuseums zum 30. Mal.


Nach dem Umzug werden die Grup­pen auf dem ganzen Museumsgelände ihre Plätze einnehmen. Vier histori­sche Ensembles zeigen das Leben in den Jahren 1320, 1525, 1777 und 1812. Sie bewohnen zahlreiche Häuser, Exerzieren auf dem Feld oder bauen ein Feldlager auf; ohne den großen Trubel des Jubiläums-Wochenendes sind einige der Historien-Schauspie­ler schon ab Donnerstag im Museum zu beobachten, wenn sie „einziehen“.

Spektrum des dörflichen Lebens

Zum offiziellen Festakt am Sonn­tag um 13 Uhr am Museumsweinberg hat sich Bayerns Innenminister Joa­chim Herrmann angekündigt. Es gibt eine große Geburtstagstorte und das Freilandtheater sorgt für die musika­lische Gestaltung.

Ein besonderer Höhepunkt ist für den Museumsleiter die geöffnete Scheune aus Kleinrinderfeld. Sie ist sonst nur bei Führungen zugänglich, am Wochenende ist jedoch der Blick auf alle Ausstellungsstücke möglich. „Wir zeigen dort das gesamte Spek­trum eines dörflichen Lebens“, sagt May. Für Fragen der Besucher und Informationen stehen dabei Studen­ten zur Verfügung.

Doch auch die heute rund 100 Häu­ser in den sieben Baugruppen sind na­türlich zu entdecken und besichtigen. Bei der Eröffnung des Freilandmu­seums 1982 waren es gerade einmal 15 Gebäude. Zwischen sommerlichen Erntearbeiten und klappernden Müh­len werden aber wie gewohnt auch Vorführungen historischer Handwer­ker den kleinen und großen Besucher präsentiert: „Zimmerleute zeigen, wie Baumstämme von Hand aufge­sägt und für hölzerne Dachrinnen ausgehöhlt werden“, sagt Pressespre­cherin Ute Rauschenbach.

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Außerdem können Gäste beobach­ten, wie ein historischer Steinfußbo­den verlegt wird oder Hufnägel ent­stehen. Ungewöhnlich sind auch die seltenen Handwerke, die vorgestellt werden, wie Strohnapfflechten, Holz­schuhmachen oder Kummetfüllen, al­so dem Fertigen eines steifen, gepols­terten Rings, der Zugtieren um den Hals gelegt wird.

„Das Bunte, die Vielfalt“, ist auch das, worauf sich Herbert May am Wochenende am meisten freut. Zwar gebe es mit dem zum 30. Geburtstag passenden 30 Themenwochen viele Höhepunkte im Museumsjahr, doch es soll zusätzlich „einen Termin ge­ben, an dem man sich sammelt und feiert – ein großes Fest für alle Besu­cher eben“, so May.

Wichtig ist ihm dabei, viele Men­schen, die direkt am Freilandmu­seum beteiligt waren oder sind, vor­zustellen und zu würdigen. Einen kleinen Umzug gibt es auch schon am Samstag um 13 Uhr. Beim Rekord-Umzug am Sonntag mit 50 Gruppen marschieren dann auch viele ehemali­ge Besitzer von Häusern mit, die nun im Museum stehen. 

sb

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